Steinhoff

Milliardenerlös durch Afrika-Sparte?

Auf einen Milliardenerlös aus dem Börsengang seiner Afrika-Beteiligungen hofft der Möbelkonzern Steinhoff. Das berichtete am Mittwoch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Die neu gegründete Tochtergesellschaft Star (Steinhoff Africa Retail) soll am 20. September erstmals an der Johannesburger Börse notiert sein. Das gab das im M-Dax notierte Unternehmen im südafrikanischen Stellenbosch bekannt. Erst Anfang August wurden die Pläne verkündet. Bei Star handelt es sich um einen Handelsriesen auf dem afrikanischen Kontinent, zu dem Möbel-, Kleidungs- und Sportschuhhändler sowie Bau- und Elektrogroßmärkte gehören. Außerdem hält das Unternehmen nun die Kontrollmehrheit an Shoprite, einer führenden Supermarktkette in Afrika.

Nun will Steinhoff mit der Börsennotierung afrikabegeisterte Anleger gewinnen, die in den Kontinent investieren wollen, heißt es in der „FAZ“. Darüber hinaus soll es eine Privatplazierung von Aktien geben, die rund 23 Prozent von Star ausmachen. Ziel sei es, 750 Mio. Aktien zu einem Stückpreis von 18 bis 23 Rand an Investoren zu verkaufen. Damit könnte Steinhoff laut „FAZ“ bis zu 18,4 Mrd. Rand, etwa 1,2 Mrd. Euro, erlösen.

Doch die Börsennotierung kommt für Steinhoff nicht gerade günstig: Der Konzern ist momentan dabei, das Vertrauen seiner Investoren zurückzugewinnen. Schwächten die Ermittlungen gegen vier Konzernmanager zuletzt noch sehr den Aktienkurs. Dabei geht es um den Verdacht der Bilanzmanipulation.

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