Karstadt
Middelhoff soll zahlen
Nach dem Untergang der Karstadt-Mutter Arcandor fordert der Insolvenzverwalter der Warenhauskette, Klaus Hubert Görg, vom Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und weiteren Managern Schadenersatz in Höhe von 175 Millionen Euro. Nach Angaben
Nach dem Untergang der Karstadt-Mutter Arcandor fordert der Insolvenzverwalter der Warenhauskette, Klaus Hubert Görg, vom Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und weiteren Managern Schadenersatz in Höhe von 175 Millionen Euro. Nach Angaben der "Deutschen Presseagentur" wurde bereits eine entsprechende Klage beim Landgericht in Essen eingereicht. Der Insolvenzverwalter wirft den ehemaligen Verantwortlichen des Konzerns vor, fünf Häuser des damaligen Chefs des KarstadtQuelle-Konzerns (der später zu Arcandor wurde) deutlich unter Wert an den Oppenheim-Esch-Fonds verkauft und später zu überhöhten Konditionen zurückgemietet zu haben. Pikant dabei: An dem Fonds sind Middelhoff und seine Frau beteiligt. Er und weitere Verantwortliche sollen nach Ansicht von Görg aus dem nachteiligen Geschäft resultierende, mögliche Schadensersatzansprüche für das Unternehmen nicht geltend gemacht haben.
Im Tauziehen um die Mietpreise der Karstadt-Immobilien wollen der Investor Nicolas Berggruen und die zum Vermieter-Konsortium Highstreet gehörende Valovis Bank unterdessen gemeinsam nach einer Lösung suchen. Ein weiteres Gläubigertreffen wurde für den 28. Juli angesetzt. Aus diesem Grund möchte Berggruen nun den im Kaufvertrag vorgesehenen Einigungstermin vom 15. auf den 30. Juli verschieben. Kommt es zu keiner Einigung mit dem Vermieter-Konsortium, droht Karstadt doch noch die Zerschlagung. Dann nämlich wird der Kaufvertrag nicht rechtskräftig.

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