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Messe wird zusätzlich gesichert & Gerald Böse fordert Umdenken der Behörden

Wenige Tage nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof steht Köln immer noch unter Schock – und Tourismusbranche und Wirtschaft vermelden bereits Stornierungen. Die „Washington Post“ berichtete ebenso über die Übergriffe

Wenige Tage nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof steht Köln immer noch unter Schock – und Tourismusbranche und Wirtschaft vermelden bereits Stornierungen. Die „Washington Post“ berichtete ebenso über die Übergriffe in der Silvesternacht wie die englische BBC und Fernsehsender aus Tokio, schreibt der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Viele Touristen, die eine Reise an den Rhein planen, stellen sich die Frage: Ist Köln noch sicher? Das Image Kölns habe einen Knacks erlitten, sagt Josef Sommer, Geschäftsführer von Köln-Tourismus, in der Tageszeitung.

Und auch in der Kölner Unternehmerschaft herrscht Besorgnis, dass das Ansehen des Wirtschaftsstandorts Schaden nehmen könnte. Betroffen ist auch die Möbelbranche – schließlich steht die „Imm Cologne“ vor der Tür.

Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ äußert sich Koelnmesse-Chef Gerald Böse: „Natürlich haben die Geschehnisse dem guten Ruf Kölns als Messe- und Kongress-Standort weltweit weiteren Schaden zugefügt. Wir erhalten viele Anfragen besorgter Aussteller und Besucher aus dem In- und Ausland, die wir mit Hinweis auf die durch die Koelnmesse und die Behörden eingeleiteten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen derzeit guten Gewissens, aber mit einiger Mühe beruhigen können.“
Um aber nachhaltigen Imageschaden und möglicherweise Besuchereinbußen zu vermeiden, müssten diese Anstrengungen schnell und sichtbar greifen. Dies setze ein Umdenken der Behörden voraus. Seit Jahren sei die Messe bemüht, für die Verkehrslenkung und die Sicherheit während unserer Großveranstaltungen mehr Einsatzkräfte zu erhalten, jedoch ohne Erfolg, so Gerald Böse in der Tageszeitung.