Meilenstein im Kampf gegen Plagiate
Na also, geht doch! Mindestens vier Jahre Gefängnis oder 300.000 Euro Geldstrafe drohen künftig Herstellern von Plagiaten sowie Händlern, die diese vertreiben. Das hat das europäische Parlament beschlossen. "Für die
Na also, geht doch! Mindestens vier Jahre Gefängnis oder 300.000 Euro Geldstrafe drohen künftig Herstellern von Plagiaten sowie Händlern, die diese vertreiben. Das hat das europäische Parlament beschlossen. "Für die Möbelindustrie ist diese EU-Richtlinie ein Segen", erklärt Oliver Jokoszies, Geschäftsführer der Designhändlergruppe der Creativen Inneneinrichter. Denn: "Eines von vier Designmöbeln in Empfangsräumen von Unternehmen, in Museen, bei Ärzten oder Anwälten ist eine Fälschung", schätzt der Fachmann. Das Gros der Plagiate wird von italienischen Händlern direkt nach Deutschland geliefert. Jokoszies: "Hier hatte die Möbelindustrie bisher keine wirksame Handhabe."
In Deutschland steht der Handel mit Möbelplagiaten sowie der bewusste Erwerb und das öffentliche Zur-Schau-stellen gefälschter Originale seit jeher unter Strafe. "Das kann Firmen schon jetzt teuer zu stehen kommen, wie Gerichtsurteile zeigen", so Jokoszies. Zukünftig könnten schwarzen Schafen allerdings noch wesentlich höhere Strafen blühen!
Auf Kundenseite ist dagegen oft Unwissenheit schuld am Kauf billiger Imitate. Deshalb hat der CI-Verband ein Echtheitszertifikat entwickelt mit dem Originale ausgezeichnet werden. Das gibt dem Verbraucher Sicherheit. Darüber hinaus können Kunden unter einer Hotline eine Checkliste zum Erkennen falscher Designmöbel abrufen. (Das Bild zeigt kein (!) Plagiat, sondern ein Original. Den LC3 von Cassina.)

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren