VME MHK Einkaufsgesellschaft

Mehr Marktmacht? Das sagt die Industrie

Für jede Menge Gesprächsstoff in der Industrie sorgt die gestern bekannte gemachte Gründung der VME MHK Einkaufsgesellschaft. Denn obwohl die Konzentration im Handel die Lieferanten ja nicht erst seit gestern

Für jede Menge Gesprächsstoff in der Industrie sorgt die gestern bekannte gemachte Gründung der VME MHK Einkaufsgesellschaft. Denn obwohl die Konzentration im Handel die Lieferanten ja nicht erst seit gestern begleitet, war "dieser konkrete Schritt durchaus überraschend", heißt es bei der Nummer eins der Küchenmöbelindustrie. Nobilia-Geschäftsführer Dr. Oliver Streit zeigt sich gegenüber moebelkultur.de gespannt, "wie sich die teilweise unterschiedlichen Vermarktungsmodelle zukünftig in gemeinsamen Gesprächen und Ergebnissen wiederfinden werden". Andere Industrievertreter sind skeptisch, ob der gemeinsame Einkauf den Mitgliedern der beiden Verbände große Vorteile bringen wird: "Der Markt ist so transparent geworden, dass wir mehr oder weniger alle mit den gleichen Konditionen bedienen müssen."
Wie stark dieser Schritt von Einrichtungspartnerring VME und MHK die Branche verändern wird, bleibt abzuwarten. "Es wurden ja schon viele Verbandskooperationen angekündigt. Aber es hat sich immer wieder gezeigt: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird", erklärt ein Vertreter der Geräteindustrie. "Andererseits stellt sich die Frage, ob andere große Verbände dem Beispiel folgen und ihrerseits ihre Marktmacht bündeln." Es gibt aber keinerlei Grund für Pessimismus, so Dr. Oliver Streit: "Wir unterhalten schon immer zu beiden beteiligten Seiten intensive und partnerschaftliche Beziehungen, so dass wir der weiteren Entwicklung positiv entgegenblicken."