Warendorf

"Mehr Entwicklungsraum für die Marke"

"Ich bin immer noch berauscht von der guten Nachricht", bekräftigt Geschäftsführer Thorsten Prée gegenüber moebel kultur.de die Übernahme durch den neuen Investor CoBe Capital (s. Meldung von heute Vormittag). Nach ersten Gesprächen im Januar/Februar sei es am Freitag zur endgültigen Entscheidung gekommen, wobei es auch andere Bewerber, u. a. aus der Möbelbranche gegeben habe. Dass der amerikanische Investor den Zuschlag bekommen hat, liege an der Aussicht, dass dieser die Potenziale und notwendigen Schritte für die Zukunft von Warendorf Küchen am besten unterstützen werde. Denn bei den Herausforderungen gehe es nun vor allem darum, die Markenbekanntheit zu vergrößern und adäquate Vertriebsstrukturen herauszubilden.

"Bei Miele und auch bei der AFG waren wir eine kleine Produktionsstätte am Rande. Bei CoBe haben wir als einzige deutsche Firma einen ganz anderen Stellenwert," erklärte Prée zuversichtlich. Und das Vertrauen in ein langfristiges Engagement beruhe auf der Tatsache, dass hier nicht eine Schar von Kleinanlegern im Background auf Gewinn warte, sondern dass der US-amerikanischen Unternehmer Neal Cohen der einzige Investor sei und dieser sich bereits mehrfach um "ungeliebte Töchter" im Zuge von Konzernabspaltungen gekümmert habe.

"Neal Cohen hat sich sehr intensiv mit unserer Produktion beschäftigt. Mit dem Ergebnis, dass er festgestellt hat, dass wir in der Fertigung im Prinzip alles richtig machen und nur im Vertrieb und Marketing noch einiges zu tun haben", so Prée weiter. Dabei habe der Investor keinen Zweifel daran gelassen, dass er die Gelder für massive Werbung frei mache, an denen es bislang gefehlt hat. "Das Zweite ist aber auch, dass wir mit Händlern zusammenarbeiten wollen, die für die Marke Warendorf wirklich etwas über haben und dies auch nach außen zeigen." An der Preispositionierung soll sich nichts ändern. Wobei sich Warendorf im Gegensatz zu anderen Herstellern nur auf das Premium- und Luxussegment fokussiert, wie Prée betont: "Ein Markenspagat funktioniert nicht. Denn man kann nicht einen Porsche unter dem gleichen Dach wie einen VW verkaufen."

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