Vertrag unterzeichnet: Ab 2026 liefert Thyssenkrupp Steel CO2-reduzierten bluemint Steel an die Miele Gruppe (v.l.): Konstantin Eckert und Hans Krug (beide Miele), Jörg Paffrath (Senior Vice President Sales Industry, Thyssenkrupp Steel Europe AG), Axel Pohl (Sales Director Industry OEM and SSC, Thyssenkrupp Steel Europe AG). (Foto: Thyssenkrupp Steel Europe AG)

Miele

Mehr Einsatz von „grünem Stahl“

Dass grüner Stahl erfolgreich verbaut werden kann, wurde Miele bereits in einem Serienprojekt mit Backöfen bestätigt. Um den Einsatz des CO2-armen Materials weiter auszubauen und abzusichern, hat das Unternehmen jetzt mit Thyssenkrupp Steel Europe AG, der Salzgitter AG sowie mit H2 Green Steel Absichtserklärungen zur Belieferung unterzeichnet.
„Gerne würden wir auch bereits jetzt mehr grünen Stahl beziehen, allerdings ist dies aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit im Moment noch nicht möglich“, erklärt Hans Krug, Senior Vice President Procurement, nach den positiven Erfahrungen mit dem sogenannten „grüne Stahl“. Dieser wird bereits seit November 2021 zur Produktion von Backöfen verwendet, wobei die CO2-Emissionen durch klimafreundliche Energieträger und Stahlschrott um mehr als 66 Prozent verringert werden.
Für Miele haben die CO2-Emissionen aus den eingekauften Gütern und Dienstleistungen (Scope 3.1) mit 14 Prozent, nach den Verbräuchen in der Nutzungsphase (84 Prozent), den zweitgrößten Anteil an den gesamten CO2-Emissionen. Knapp 1,74 Millionen Tonnen CO2 waren dies im Jahr 2021 – und davon nimmt der Stahl den größten Teil ein. „Deshalb ist die langfristige Planungssicherheit und Belieferung von grünem Stahl für uns von großer strategischer Bedeutung“, erklärt Krug.
Ab Ende 2025 soll Miele ersten grünen Stahl erhalten, der im Rahmen des Salcos-Programms produziert und geliefert wird. Perspektivisch sollen bei dem Projekt Wasserstoff und Strom aus regenerativen Quellen den bisher zur Stahlherstellung benötigten Kohlenstoff komplett ersetzen und somit die CO2-Emissionen in der Stahlerzeugung um über 95 Prozent senken. Ebenfalls im Oktober unterzeichnete Miele mit der Thyssenkrupp Steel Europe AG eine Absichtserklärung für die Lieferung von klimafreundlichem Stahl aus der Direktreduktionsanlage, die 2026 am Standort Duisburg starten soll. Diese wird mit einer Kapazität von über zwei Millionen Tonnen den CO2-Ausstoß von Thyssenkrupp Steel bereits um mehr als 20 Prozent senken. Ab Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2026 wird Thyssenkrupp Steel Miele mit klimafreundlichem Bluemint Steel beliefern.
Schon im Mai unterzeichnete Miele eine ähnliche Erklärung mit dem Unternehmen H2 Green Steel für dessen Anlage im schwedischen Boden, die ab 2030 jährlich fünf Millionen Tonnen grünen Stahl produzieren soll. Für die Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzept erhielt Miele jüngst den zweiten Preis beim Sustainability Award der Beratungsgesellschaft PwC.

Diese Seite teilen