Gruner+Jahr-Studie "Wohnen+Leben 6"
Mehr Anspruchsvolle, aber auch mehr Schnäppchenjäger
Die Gruppe der Menschen, die sich stark für Einrichtungstrends interessieren und auf Markenprodukte Wert legen, hat stark zugenommen. Gleichzeit haben die Deutschen zwar mehr Möbelstücke gekauft, dafür aber weniger Geld
Die Gruppe der Menschen, die sich stark für Einrichtungstrends interessieren und auf Markenprodukte Wert legen, hat stark zugenommen. Gleichzeit haben die Deutschen zwar mehr Möbelstücke gekauft, dafür aber weniger Geld ausgegeben. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie "Wohnen+Leben", die Gruner+Jahr heute zum sechsten Mal in Hamburg vorstellte. Mehr als 7.000 Interviews flossen in die repräsentative Untersuchung über den Lebensstil und das Wohnverhalten der Deutschen ein, die seit 25 Jahren jeweils im Vierjahresturnus von der Verlagsgruppe durchgeführt wird.
Als wichtigsten Trend machten die Forscher die wachsende Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit, Vertrautheit und Emotionalität aus – mit Freunden zu Hause kochen steht deshalb zurzeit höher im Kurs, als zum Essen in ein Restaurant zu gehen. Gleichzeitig verstärkt sich die Tendenz zur Individualisierung auch beim Einrichten. Heißt: Alles ist erlaubt, Stilmix ist en vogue. Dabei stehen helle Hölzer und Stoffe sowie Glas, Leder, Metall, Naturstein und Korb ganz oben auf der Liste der bevorzugten Einrichtungsmaterialien.
Erfreulich: Die Bekanntheit vieler wichtiger Marken stieg in den vergangenen vier Jahren um etwa 20 Prozent an. Dabei liegt von den 318 abgefragten Marken weiterhin Ikea mit 87 Prozent an der Spitze der Skala, gefolgt von Hülsta (58 Prozent), Musterring (52 Prozent) und Interlübke (41 Prozent).

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