Alno

Max Müller: "Ich werde keine Küchen mehr verkaufen"

Viele aus der Branche hatten sich gewundert, dass Ex-Alno-Vorstandschef Max Müller am Montag in Begleitung seiner ehemaligen Finanzchefin Ipek Demirtas wie gewohnt am MHK-Abend teilnahm. Für manche ein weiteres Zeichen dafür, dass sich Müller trotz seines Ausscheidens aus dem Konzern keineswegs aus der Branche verabschieden will. Die „moebelkultur.de“-Redaktion traf den 71-Jährigen zudem im Alno-Ausstellungszentrum, in dem er den Ausstellungsbereich Alno Inox – also die von ihm frisch übernommenen Forster Küchen – inspizierte. Auf die Frage nach weiteren Ambitionen, beispielsweise hinsichtlich der Übernahme von Pino Küchen, antwortete Müller: „Ich werde nicht wieder anfangen, Küchen zu verkaufen.“ Festzuhalten ist allerdings, dass Müllers Engagement als Investor im Zusammenwirken mit anderen Beteiligten damit nicht in Frage gestellt ist, auch wenn er selbst operativ nicht mehr tätig wird. Immerhin fungiert er bei der neu gegründeten Forster Swiss Home AG als Verwaltungsratspräsident.

Als Bieter im Gespräch sei Max Müller ebenso für die Alno-Tochter in Großbritannien, so berichtet heute der Branchendienst „Küchennews“. Besonders interessant sind hier die 40 Anschlusshäuser der Franchiseschiene „In-toto“.

Derweil hat Insolvenzverwalter Dr. Martin Hörmann die Belegschaft über die aktuelle und mögliche Entwicklung nach dem 30. September, also nach Auslaufen des Insolvenzgeldes, informiert. So wurde den Mitarbeitern in Pfullendorf, Enger und Coswig bei einer Betriebsversammlung am Mittwoch in Aussicht gestellt, dass zumindest Löhne für diejenigen, die dann noch arbeitend tätig sind, weitergezahlt werden. Dies hängt dann vor allem davon ab, welche Konzernteile übernommen werden. Laut „Südkurier“ gibt es eine ganze Reihe von ernsthaften Interessenten, die für den sogenannten „Datenraum“ u. a. mit Einsicht in die Unternehmenszahlen und Auftragsbücher zugelassen sind. Die Markenrechte sind im übrigen in einer eigenen Gesellschaft gesichert.

Gleichwohl wird voraussichtlich zum 1. Oktober das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Per Sonderkündigungsrecht können dann Arbeits- und Mietverträge beendet werden.

Weiterhin bekannt wurde, dass bereits viele Mitarbeiter selbst gekündigt haben. Einige von ihnen arbeiten nun für Nobilia und Impuls, die in einer Art Außenstelle ihres Innendienstes Aufträge in Pfullendorf bzw. bei Coswig bearbeiten.

Mehr zur weiteren Situation rund um den Konzern lesen Sie in der „möbel kultur“ 10/2017.

Diese Seite teilen