Besonders starke Umsatzrückgänge haben 2021 Bonnell- und Taschenfederkernmatratzen zu verzeichnen. Grafik: Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz

Fachverband Matratzen-Industrie

Matratzenumsatz ging 2021 um um 4,8 Prozent zurück

Auch im zweiten Jahr mit Corona hatte die deutsche Matratzenindustrie neben den mittlerweile „normal“ gewordenen pandemiebedingten Widrigkeiten wieder mit logistischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen, wie z.B. mit stockender Rohstoffversorgung und explodierenden Materialpreisen, so der Fachverband Matratzen-Industrie im Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz. Demnach sind die Preise für PU-Schaum, Federkerne oder Verpackungsmaterialien aus Papier und Pappe sowie Kunststoff seit Ende 2020 kontinuierlich angestiegen. Holz, Aluprofile, Latexkerne sowie Garne und Farbstoffe/Textilhilfsmittel wurden als weitere Preistreiber identifiziert. Dies gipfelt in Preissprüngen im zweistelligen Prozentbereich, die sich letztendlich auch bei den Verbraucher:innen niederschlagen. „Leider zeigt sich, dass sich Teile des Großhandels und der Vorlieferanten unsolidarisch verhalten und die schwierige wirtschaftliche Situation offensichtlich dafür nutzen, ihre Margen zu verbessern“, erklärt der Verband.

Die Matratzenhersteller haben das zweite Jahr unter Coronabedingungen mit einem Absatzrückgang von 10,4 Prozent und einem Umsatzminus von 4,8 Prozent gegenüber 2020 abgeschlossen. Die einzelnen Quartalsergebnisse 2021 gleichen dabei einer Berg- und Talfahrt, beginnend im ersten Quartal mit einem drastischen Umsatzminus von 24,2 Prozent, im zweiten Quartal (nach Ende des langen Lockdowns) mit einem soliden Umsatzplus von 11,3 Prozent, gefolgt von einem leichten Umsatzverlust von 1,6 Prozent im dritten Quartal und schließlich mit einem Umsatzzuwachs von 3,9 Prozent im vierten Quartal.

Auf Gesamtjahresebene stehen bei den Technologien einzig Sonstige, zu denen vor allem Wasserbetten und Kindermatratzen gehören, mit einem Umsatzplus von 13,5 Prozent auf der Gewinnerseite. Die anderen Technologien mussten Umsatzrückgänge hinnehmen: Schaum -5,8 Prozent, Latex -6,3 Prozent, TFK -10,6 Prozent und Bonnell -16,5 Prozent. Bei den Warengruppen sind Topper mit +17,2 Prozent Gewinner, während Unterfederungen -8,6 Prozent Umsatz verloren haben.

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