EuroShop 2014
Materialauswahl im Laden- und Messebau so groß wie nie zuvor
Die E-Commerce-Konkurrenz fordert den stationären Einzelhandel. Mit einem besonderen Ambiente lässt sich am POS gegen die Onliner punkten. Der Trend zur Individualität in der Geschäftseinrichtung und der Wunsch, die Kunden
Die E-Commerce-Konkurrenz fordert den stationären Einzelhandel. Mit einem besonderen Ambiente lässt sich am POS gegen die Onliner punkten. Der Trend zur Individualität in der Geschäftseinrichtung und der Wunsch, die Kunden immer wieder aufs Neue zu überraschen, befeuern dabei die Innovationsfreude, die sich derzeit rund um Werkstoffe für den Laden- und Messebau abzeichnet.
Ob streichbares Echtmetall, Furnier aus Bananenstaude, nachleuchtendes Granulat oder bieg- und rollbares Sperrholz – nichts scheint mittlerweile mehr unmöglich. "Ein klarer Trend der letzten Jahre hält nach wie vor an und entwickelt sich stetig weiter: Die permanente Zunahme der zur Verfügung stehenden Materialien", heißt es im "Materialreport 2013/14", herausgegeben von der auf dieses Thema spezialisierten Agentur Raumprobe aus Stuttgart. Sie hat anhand der Zugriffe auf seine Materialdatenbank die diesjährigen Top Ten der angefragten Materialklassen ermittelt: Es sind Holz (20%), vor Kunststoff (19%), Textil (12%), Beschichtung und Metall (beide 11%), Glas (8%), Beton (6%), Stein (5%), Keramik (3%) und Sandwich bzw. Papier (beide 2%).
Eine der größen Plattform für neue Materialeinsatzmöglichkeiten ist die EuroShop, weltgrößte Fachmesse für Handelsinvestitionen, die vom 16. bis 20. Februar 2014 auf dem Düsseldorfer Messegelände stattfindet. Die Bereiche "EuroConcept" und "EuroExpo" der Hallen 5 sowie 10 bis 15 geben Orientierung über das gesamte Spektrum. Auf Seiten der ausgestellten Produkte ist nicht weniger zu erwarten als optischer und/oder haptischer Genuss mit oftmals funktionalem Mehrwert, wozu in zunehmendem Maße auch die Schonung von Ressourcen gehört.
"Wir sehen im Retail-Segment aktuell das Zusammentreffen zweier Trends: den zu natürlichen Materialien und jenen zu individuellen Designs. Wir erwarten daher auf der EuroShop sehr viele Naturoptiken sowie Materialien mit Tiefgang, wie es etwa bei rustikalen Hölzern, aber auch Stein- und Betonoptiken der Fall ist", erklärt Klaus Monhoff, Leiter des Design- und Dekormanagements der Egger-Gruppe.
Überregional auf dem Vormarsch, wenngleich ebenfalls mit unterschiedlicher Gewichtung, ist das Thema Nachhaltigkeit, das auf der EuroShop ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen wird. Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und Recyclaten, der Verzicht auf umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen und mehr Ressourceneffizienz sind hier zu nennen. Für viele Aussteller ist es ein Balanceakt. "Wenn man ihm ernsthaft nachgeht, ist das Thema sehr komplex", so Karl Schwitzke. Das treibt die Preise. "Mehr Geld auszugeben, kommt für die meisten Einzelhändler aber nicht in Frage." Und so wird diese Thematik auf der EuroShop sicherlich auch viel Diskussionsstoff hergeben. Hannes Bäuerle: "Die Wichtigkeit des Themas Nachhaltigkeit sehe ich immer noch als nicht gewichtig genug. Darin steckt noch viel Potenzial."
Die EuroShop 2014 ist für Fachbesucher von Sonntag, 16. Februar, bis Donnerstag, 20. Februar 2014, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

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