Walter Knoll
Markus Benz im “Handelsblatt”-Interview
Von seiner Vision ein weltweites Netzwerk aufzubauen – mit Flagship Stores in ausgewählten Märkten, sprach Markus Benz, seit 1993 CEO von Walter Knoll, im Interview mit dem "Handelsblatt". Benz sieht
Von seiner Vision ein weltweites Netzwerk aufzubauen – mit Flagship Stores in ausgewählten Märkten, sprach Markus Benz, seit 1993 CEO von Walter Knoll, im Interview mit dem "Handelsblatt". Benz sieht sein Unternehmen auf gutem Weg, denn "Walter Knoll ist heute mit Handelspartnern in den wichtigsten Industrienationen der Welt vertreten. In den USA gibt es seit über 40 Jahren einen Lizenzpartner. Dazu haben wir eigene Showrooms in London, Paris, bald auch in Peking, eine eigene Tochtergesellschaft mit Produktion in Australien, Vertriebsbüros in Dubai, Kuala Lumpur und in vielen europäischen Ländern."
Markus Benz, der sich freut, dass "einige der bekanntesten Architekten der Welt wie Norman Forster, Kengo Kuma und Ben van Berkel oft und gern bei Projekten mit uns zusammenarbeiten und die Interieurs neuer markanter Gebäude mit uns ausstatten", räumte ein, dass die Markenbekanntheit bei Privatkunden in Deutschland noch gesteigert werden könne. Momentan steht jedoch Asien im Fokus – im Oktober bzw. November 2012 wurden Showrooms in Singapur bzw. Bangkok eröffnet -, "weil es in Deutschland bereits ein seit Jahrzehnten gewachsenes Händlernetz mit anerkannten Häusern gibt, in denen unsere weitgehend handgefertigten Produkte kenntnisreich angeboten werden." Für Walter Knoll-Möbel sieht Benz in Fernost "großes Potenzial". "Marken spielen dort eine immer wichtigere Rolle, die Menschen wollen sich stärker belohnen. Diese Kunden sind bereit, für handgefertigte Produkte auch einen erstklassigen Preis zu zahlen."
Dass sich Qualität langfristig auf allen Märkten durchsetzen wird, davon ist Benz überzeugt. Den Ansporn weiter zu wachsen, begründete er mit dem Ehrgeiz leistungsfähiger werden zu wollen. "Entwickelt sich die Unternehmenskultur, ist man interessant für den talentierten Nachwuchs, die eigenen Mitarbeiter und die Zielgruppen im Markt." Das Stilempfinden seiner Familie führte er auf den schwäbischen Pietismus zurück, die Haltung, "Dinge immer und wirklich richtig zu machen". Daher komme das Qualitätsbewusstsein. Diese Kultur inspiriere zu einer klaren Geradlinigkeit ohne Effekthascherei, die sich im Design wiederfinde.

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