Unternehmensberatung Titze
Marktstudie „Schlafen in Deutschland“
Die Unternehmensberatung Titze hat eine aktuelle Marktstudie zum Thema „Schlafen in Deutschland“ durchgeführt. Zu den Ergebnissen gehört, dass der Markt für Betten, Matratzen und Lattenroste in den nächsten Jahren immer
Die Unternehmensberatung Titze hat eine aktuelle Marktstudie zum Thema „Schlafen in Deutschland“ durchgeführt. Zu den Ergebnissen gehört, dass der Markt für Betten, Matratzen und Lattenroste in den nächsten Jahren immer weniger vom Neubau als vielmehr vom Ersatzgeschäft bestimmt wird. Seit 2020 steigt der Bestand an Betten in Deutschland um 2,6 Mio. auf nun insgesamt 103,5 Mio. an. Demgegenüber steht ein Verkauf von derzeit 2,0 bis 2,3 Mio. Betten pro Jahr. Also ist der Bettenaustausch „vernichtend gering“, so die Studie. Die Folge ist, dass viele Endkund:innen zu selten oder sogar nie ihr Bett wechseln.
Ist das beim Bett zwar bedenklich, aber eher nachvollziehbar, wird es bei den Matratzen sogar zu einer hygienischen Katastrophe. 7,5 Mio. verkauften Matratzen pro Jahr steht ein Matratzenbestand von aktuell 136 Mio. in Deutschland gegenüber. Der durchschnittliche Matratzentausch erfolgt also nach rund 18 Jahren.
Vor allem im Handel wird das Volumen für Komfortbetten und Pflegebetten für ältere Menschen, die möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben möchten, weit unterschätzt. Der Markt steigt allein bei Pflegebetten bis 2030 und mehr als 43 Prozent an. Die Marktstudie befasst sich auf 17 Seiten ganz speziell mit dem Markt für Komfort- und Pflegebetten.
Dass der Markt für Betten, Matratzen und Lattenroste trotz der zweifelsfrei nicht optimalen Abschöpfung lukrativ ist, belegen weitere Rahmendaten aus der Studie. Die drei Produktgruppen kommen 2023 auf ein gemeinsames Handelsvolumen von 3.625 Mio. Euro. Das sind zwar rund 4,5 Prozent weniger als noch 2022. Der Wert liegt aber höher als in den Jahren 2018 bis 2021. Für 2024 rechnet die Studie mit einem weiteren geringen Minus. „Ab 2025 werden dann aber die Potenziale besser gehoben und der Markt wird notwendigerweise wieder ansteigen. Wir kalkulieren bis 2030 das Wachstum vorsichtig auf 4.012 Mio. Euro, das ist ein Anstieg um 10,7 Prozent“, so Titze.
Auch die Anzahl der Anbieter, die um den deutschen Markt ringt, wächst auf 528 Unternehmen an. „Das ist wenig verwunderlich, kommen doch nur 37,7 Prozent aus Deutschland. Der schnell steigende Importanteil zieht auch immer mehr ausländische Anbieter in den deutschen Markt“, betont die Studie.

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