BBE-Studie

Markt für Wohnbäder legt leicht zu

In Deutschland erfreut sich das moderne Wohnbad steigender Beliebtheit. Wie die BBE Handelsberatung München in ihrem aktuellen Service-Papier "Wohnbäder" unter Berufung auf die aktuellen Zahlen von Marketmedia24 mitteilt, stieg der hiesige Markt für Wohnbäder von 7,395 Mrd. Euro zu Endverbraucherpreisen (EVP) im Jahr 2009 auf rund 8,1 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. "Das entspricht einem Plus von mehr als 9,2 Prozent", betont Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung in München. "Fast 10 Euro mehr als im Jahr 2009 gaben die Deutschen im Jahr 2013 pro Kopf für dieses einstige Stiefkind der Wohnbranche aus. ?Entsprechend stark ist der Markt inzwischen auch in Bewegung."

Besonders jüngere Zielgruppen fühlen sich von einem stylischen Bad angesprochen, wie eine Umfrage im Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) von 2013 bestätigt. Demnach sprachen sich 42 Prozent der Bevölkerung dafu?r aus, dass ein Bad spätestens nach zehn Jahren renoviert werden mu?sse. Unter den 18- bis 29-Jährigen waren es sogar 63 Prozent. In der Generation "60 plus" dagegen nur 32 Prozent.

Trotz der Euphorie hat sich das Wachstum des Badmarktes von 2012 auf 2013 jedoch deutlich abgeschwächt, so die BBE Handelsberatung weiter. So konnte nur das Segment "Sonstige Armaturen/Zubehör", zu dem u.a. Thermostate, Brausen und Ventile gehören, ein nennenswertes Plus erzielen - ein Beleg für das wachsende Energiebewusstsein der Verbraucher sowie dem Trend zu technisch noch besser steuerbaren Baderlebnissen.

Der Umsatz mit Mischarmaturen/Hähnen sank dagegen von 932 Mio. Euro zu EVP im auf 831 Mio. Euro, während der Umsatz mit Badmöbeln auf 1.014 Mio. Euro zu EVP zuru?ckging.

Die Angehörigen der VDS beklagten zudem die aktuelle "mentale Verfassung" der Branche. Um Herausforderungen zu bewältigen, sei mehr Solidarität, eine bessere Vernetzung und eine klare Darstellung der eigenen Leistungsstärke gefragt.

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