Küppersbusch / Midea

Markenstrategie vorgestellt – Küppersbusch soll premium bleiben

In einer Mitteilung erklärt sich der chinesische Konzern Midea zum weiteren Vorgehen in Sachen Küppersbusch. Die ehemals deutsche Marke wurde im vergangenen Jahr vollständig akquiriert; der Standort Essen wurde geschlossen. Nun verkündet Ralph Kobsik, Geschäftsführer der Midea Europe GmbH, dass die „eigenständige Identität“ der Gerätemarke erhalten bleiben soll. Einen ersten Auftritt wagt das Unternehmen demnach bereits Ende der Woche auf der MHK-Jahreshauptversammlung.

Ralph Kobsik, Geschäftsführer von Midea Europe
Ralph Kobsik, Geschäftsführer von Midea Europe, erklärt das weitere Vorgehen im Fall Küppersbusch/Midea. (Foto: Midea Europe GmbH)

Schon fraglich, ob Küppersbusch das leisten kann, was sich Midea – einer der größten chinesischen Hausgerätehersteller – mit der Integration der deutschen Traditionsmarke in die eigenen Unternehmensreihen so vorstellt. Markenseitig etwas ins Hintertreffen geraten, griff Midea im richtigen Augenblick zu. Seit Ende letzten Jahres gehört Küppersbusch zu 100 Prozent zum ehemaligen Anteilseigner. Seitdem haben sich viele gefragt, was mit dem prominenten Namen geschehen würde.

Zwei getrennte Markenwelten für Küppersbusch und Midea

Eine erste Antwort gibt nun Ralph Kobsik, Geschäftsführer der Midea Europe GmbH. Demnach sei es das erklärte Ziel, dass Küppersbusch „seine eigenständige Premiumidentität“ erhalte – und dabei „die volle Leistungsfähigkeit von Midea widerspiegle“. Auch Produkte im mittleren Preissegment schließt Kobsik nicht aus. Der klassische Preiseinstieg dürfte wiederum Midea selbst vorbehalten bleiben.

Erster Messeauftritt bei MHK-Jahrestagung

In der Entwicklung fokussiert sich die Gruppierung zunächst auf Kühl- und Einbaugeräte, die das Design der bisherigen Hochwertmarke Küppersbusch widerspiegeln. Schon Ende der Woche, zum Auftakt der MHK-Jahrestagung und der dortigen „Living & Style“-Zulieferermesse, soll die einst deutsche Marke ihren ersten Auftritt nach Integration in den Midea-Konzern hinlegen.

Was wiederum ganz gut die Pläne von Midea verdeutlicht: Der Name Küppersbusch verschafft dem Hausgerätegiganten Zugang zu einer der der größten deutschen Lieferantenmessen innerhalb der deutschen Verbandslandschaft.

Küppersbusch/Midea: Fachhandel benötigt noch Zeit

Weitere Messeauftritte kündigt das Duo Küppersbusch/Midea auf der diesjährigen IFA sowie auf Gut Böckel während der Küchenmeile an. Für weitere strategische Entscheidungen, etwa die Aufstellung im Fachhandel, befinde man sich intern noch in Verhandlungen, erklärt Ralph Kobsik: „Verschiedene strategische Optionen werden sorgfältig geprüft, um das Portfolio optimal auszurichten. Dieser Prozess benötigt Zeit und Sorgfalt, daher können wir aktuell noch keine konkreten Zeitpunkte oder Entscheidungen zu Produktneuheiten nennen.“