Electrolux

Markenportfolio neu sortiert – Aus für Zanker und Juno dementiert

Nicht mehr nach Preissegmenten, sondern zielgruppenorientiert will Electrolux sein Markenportpolio ausrichten. Basis ist eine Verbraucherstudie, die der Konzern europaweit durchgeführt hat und deren Erkenntnisse künftig in drei Produktgruppen nach entsprechenden

Nicht mehr nach Preissegmenten, sondern zielgruppenorientiert will Electrolux sein Markenportpolio ausrichten. Basis ist eine Verbraucherstudie, die der Konzern europaweit durchgeführt hat und deren Erkenntnisse künftig in drei Produktgruppen nach entsprechenden Kundenprofilen gebündelt werden. So wird unterschieden nach Verbrauchern, die Wert auf vielfältige High-Tech-Funktionen legen, ohne dass das Gerätedesign eine größere Rolle spielt, 2. nach Käufertypen, für die Hausgeräte Ausdruck von Lifestyle und Komfort sind und 3. nach "uninvolved People", die ohne spezifischen Vorstellungen vor allem einfache Bedienung und ein gutes Preis-Leistungsverhätnis wollen.
Den Käuferprofilen zugeordnet werden dann die jeweiligen Gerätemarken, die jedoch in einzelnen Ländern unterschiedlich positioniert werden können. So wird AEG, bisher "Premiummarke", beispielsweise in Deutschland die erste Gruppe repräsentieren, während Electrolux zur Lifestyle-Marke wird. Indem die Marken gezielt auf die Wunschprofile der Kunden eingehen, wird auch der Preis beim Kauf weniger eine Rolle spielen und der individuelle Mehrwert eher honoriert, so hofft Ulrich Gartner, Kommunikationsleiter in der Brüsseler Konzernzentrale.
Mit der Neustrukturierung einher geht eine Straffung des bisherigen Portfolios, das in Europa noch rund 50 Marken umfasst. Doch welche Marken vom Markt genommen werden, steht noch nicht fest. Auch konkrete Pläne zu Juno und Zanker gebe es noch nicht, dementierte Ulrich Gartner eine Zeitungsmeldung in der FAZ. Die Markenbündelung habe jedoch Spareffekte in vielen Bereichen, von der Produktentwicklung (die künftig stets per Studie nachgewiesene Kundenbedürfnisse voraussetzt) bis zur Werbung, die für ganz Europa konzipiert wird. Für mehr Effizienz und höhere Rendite wird zudem die Konzentration der Produktionsstandorte sorgen. Außer der bekannten Schließung von Kassel und Burg ist zumindest für Deutschland keine weitere geplant.