Eine repräsentative Umfrage von Marketmedia24 zeigt, dass die meisten 18- bis 22-Jährigen im GPK-Bereich keine Markennamen kennen.

GPK und Haushaltswaren

Marken sind bei junger Zielgruppe weitgehend unbekannt

41 Prozent der Konsumenten zwischen 18 und 22 Jahren kennen bei GPK- und Haushaltswaren keine Markennamen – das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Verbraucherbefragung im Auftrag des Kölner Marktforschungsinstitutes Marketmedia24. Dabei ist gerade diese Zielgruppe markenaffin: 29 Prozent greifen gezielt zu Marken und 38,7 Prozent tun dies bevorzugt. Trotzdem sind nach Angaben der Experten während der Untersuchung auch Namen wie Lidl, Rewe, Obi oder Tchibo gefallen – hier rückt die Marke gegenüber dem Händler deutlich in den Hintergrund. Insgesamt zeigt die Studie außerdem, dass Männer eher zu Markenware tendieren als Frauen, die bei einem entsprechenden Angebot komplett auf große Labels verzichten würden.

Bezüglich der Kaufanlässe bleibt der Nachkauf gemäß der Studie für die GPK-Branche ein Umsatzgarant. Auf Platz zwei behauptet sich die spontane Kauflust beim Bummeln durch die Geschäfte. Derselbe Effekt stellt sich laut Angaben der Experten beim Online-Shopping ein – allerdings bei vergleichsweise weniger Konsumenten. Mehr Anstöße im Geschäft könnten den Umsatz deutlich ankurbeln, denn rund 30 Prozent der Befragten gaben an, bislang nur etwa alle fünf oder alle zwei Jahre ein GPK-Geschäft zu betreten. Einmal im Jahr schlagen fast 20 Prozent der Teilnehmer zu.

Generell verschieben sich die Marktanteile für GPK-Waren in Deutschland von speziellen Fachgeschäften, ­(SB-)Warenhäusern und Verbrauchermärkten zum Möbelhandel und vor allem zum Online-Handel. Auch der Wettbewerb auf Lieferantenebene nimmt zu. Darin sehen auch die Veranstalter Ambiente in Frankfurt eine Chance: „Die deutschen Marken sind für die globalen Einkäufer ein wesentlicher Aspekt, um nach Frankfurt zu kommen“, sagt Vice President Nicolette Naumann im Interview mit Marketmedia24.

„In China beispielsweise spielen deutsche Marken gerade bei den Themen Küche und ‚gedeckter Tisch’ eine sehr große Rolle. Das spiegelt sich auch darin wider, dass die Chinesen mittlerweile zu unseren Top-Ten-Besucherländern gehören. Gleichzeitig nutzt der deutsche Einzelhandel die internationalen und europäischen Aussteller, um sich mit seinem Sortiment zu positionieren und von Mitbewerbern abzuheben. Deshalb sind deutsche Einkäufer die Wunschzielgruppe unserer internationalen Markenanbieter.“

Diese Seite teilen