AMK

Mannheimer Branchenfeeling

Gerade frisch von der AWE in Shanghai zurückgekehrt, konnte AMK-Geschäftsführer Volker Irle (Foto) am Montag „seine“ erste Jahrestagung eröffnen. Über 160 Teilnehmer waren wieder der Einladung nach Mannheim gefolgt und bekamen das breite Spektrum der neuesten Branchenentwicklungen und Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitsgruppen serviert.

Die Tagung begann wie immer mit dem Branchenabend, zu dem diesmal Trendforscherin Oona Horx-Strathern die Dinnerspeech hielt – über die neue Silver Society („Je älter, desto glücklicher“), Shared Saces für die Millennial Generation oder Co-Housing. Noch mehr interessierte die 160 Teilnehmer aber wohl die aktuelle Küchenkonjunktur, was am Dienstagmorgen traditionsgemäß durch die beiden AMK-Sprecher Roland Hagenbucher und Dr. Oliver Streit dargestellt wurde. Letzter führte noch einmal dezidiert aus, warum die 2018er Bilanzen von GfK (-3,8% nach Wert), VdDK (+5,9%) und Destatis (+5,5%) so unterschiedlich ausfallen – weil eben Umsätze aus Handel und Industrie sowie unterschiedliche Zeitparameter zugrunde liegen. Was im vergangenen Jahr besonders zum Tragen kam, weil die Alno-Insolvenz 2017 mit den anschließenden Lieferproblemen und auch die Sommerflaute gravierende Dellen hinterließen und sich daraufhin Aufträge mit bis zu sechs Monaten Verzögerung bis zur Fakturierung in der Umsatzkurve darstellten.

Auch die Zahlen der AMK selbst kommen auf einen guten Nenner: 144 Mitgliedsunternehmen zählte die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche zum 31.12.2018. Das entspricht sechs Abgängen und 13 Newcomern. Fünf weitere Neuzugänge konnten schon für 2019 gemeldet werden. In Mannheim wurden begrüßt: Drahtzug, Dross&Schaffer, Flotho Medientechnik, Impuls Küchen, Studiobecker und Vorwerk Temial.

Außerdem leistet die Arbeitsgruppe Technik & Normung wichtige Beiträge zur Bedeutung der deutschen Küchenbranche. Immerhin will jetzt auch China die Richtlinien made in Germany akzeptieren und anwenden, was zunächst vor allem den Export ins Land der Mitte erleichtert. Um diesen zu fördern, hat die Tochtergesellschaft AMK China den deutschen Gemeinschaftsstand zur Weltmesse AWE 2019 organisiert. Und stieß dort auf eine riesige Resonanz, wie Volker Irle aus Shanghai berichten konnte.

Weil die Mitgliederumfrage ergab, dass die Branche ebenso mit Blick auf die USA großes Interesse besteht, wird es dieses Jahr noch einen Informationstag zu Nordamerika geben.

Aber auch hierzulande steht die (Öffentlichkeits-)Arbeit nicht still. 119,668 Mio. gedruckte Exemplare mit AMK-Berichten sprechen für sich und den Erfolg der mitgliederstarken AG. Wie bereits in diesem Bereich wollen künftig VDM und AMK künftig auch bei anderen Belangen wie Kartellrecht, Messen oder Export und noch enger zusammenrücken. Parallel dazu bahnt sich eine strukturelle Entscheidung im Verbandsleben an. Diese wird am kommenden Dienstag gefällt und betrifft voraussichtlich auch den VdDK.

Volker Irles größtes Anliegen ist jedoch der „Tag der Küche“, der am 28. September seinen 20. Geburtstag feiert. Aus diesem besonderen Anlass soll das „Juwel der Branche“ noch einmal richtig aufpoliert werden. Auch hierzu ist die ganze Branche aufgerufen, ob mit Ideen und als Sponsoren, aktiv mitzuwirken.

Den ausführlichen Tagungsbericht lesen Sie in der April-Ausgabe der „möbel kultur“.

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