Alno

Managementstruktur wird völlig neu aufgestellt

Umbruch in Pfullendorf: Im Rahmen der Konzepte "Alno – ein Konzern" und "Alno 2013" verändert das Unternehmen seine Managementstruktur grundlegend. "Wir wollen das Unternehmen, das über viele Jahrzehnte organisch gewachsen

Umbruch in Pfullendorf: Im Rahmen der Konzepte "Alno – ein Konzern" und "Alno 2013" verändert das Unternehmen seine Managementstruktur grundlegend. "Wir wollen das Unternehmen, das über viele Jahrzehnte organisch gewachsen und heute ein Patchwork-Unternehmen ist, zu einem integrierten Konzern zusammenfassen", erklärte Vorstandsvorsitzender Jörg Deisel heute. Deshalb gibt es ab sofort unterhalb der Vorstandsebene (bestehend aus Jörg Artmann, Jörg Deisel und Michael Paterka) eine zentrale operative Führungsebene für sämtliche Konzerntöchter. Sie gliedert sich in Vertrieb Inland, Vertrieb Ausland und Produktion. Jeder Bereich wird mit einer Doppelspitze besetzt: einem operativ Verantwortlichen sowie einem Ökonomen für die kaufmännischen Belange. Sie werden unterstützt durch die klassischen Zentralfunktionen wie Personal- und Presseabteilung. "Es ist meine feste Überzeugung, dass wir diese neue Struktur brauchen, um wieder nachhaltig wettbewerbsfähig zu werden", so Deisel.
Als erster Baustein gab Alno heute die Schaffung einer gemeinsamen Vertriebsleitung Inland für alle vier Konzernmarken bekannt. Christoph Fughe (Foto), bisher Vertriebsleiter für Wellmann, Impuls und Pino, übernimmt die operative Leitung des Konzernvertriebs. Sein Partner in der Doppelspitze soll in zwei Wochen feststehen. Klaus Roth, bisher Geschäftsbereichsleiter Vertrieb für die Marke Alno, verlässt indes das Unternehmen. Gleichzeitig wird die Organisation nach den Vertriebskanälen Mitnahme, Großfläche und Küchenspezialisten aufgeschlüsselt. "Unsere Kunden haben künftig nicht mehr zwei Ansprechpartner. Ab jetzt wird nur noch ein Gesicht für den Vertrieb der Alno AG stehen", führte Deisel aus.[page_break]Die Vertriebsleitung Ausland verantwortet unverändert Sebastian Grösslhuber. Wer den Bereich Produktion übernimmt, verriet Alno noch nicht. Nur soviel: Noch in diesem Jahr soll die komplette Managementstruktur personell ausgestattet sein. Dabei liegt die Vermutung nahe, dass einer der bisherigen Wellmann-, Impuls, Pino-Geschäftsführer die Position besetzen wird (neben Christoph Fughe sind dies Marc Hogrebe, Eckhard Wefing und Alois Missler). Denn die Geschäftsführer-Position ist laut Jörg Deisel keine operative mehr: "Grundsätzlich ändert sich bei den Geschäftsführern nichts. Aber unsere Auffassung zu der Position ist heute eine andere. Die Geschäftsführer der Vergangenheit waren auch die, die das Geschäft tatsächlich geführt haben. Für uns ist der Geschäftsführer einer GmbH heute eine formale Notwendigkeit für eine Legaleinheit. Aber er ist nicht der, der die operative Verantwortung trägt."
Details zu den weiteren Schritten im Rahmen des Konzernumbaus will Alno auf seiner Pressekonferenz am 20. September veröffentlichen.