Claudio Luti

Mailänder Messe ohne Schulterschluss

Nachdem am Freitag bereits bekannt wurde, dass Claudio Luti seine Präsidentschaft des Salone del Mobile niedergelegt hat, nahm er am Samstag in einer persönlichen Erklärung nochmals Stellung dazu. Hintergrund von Lutis Entscheidung waren demnach die unterschiedlichen Ansichten der Aussteller darüber, dass die Messe in gewohnter Qualität stattfinden könne. Somit sah sich Luti, der sich als Verfechter für die Messeveranstaltung in diesem September engagiert hatte, in Frage gestellt und hatte deshalb auch nicht mehr an der Sitzung des Verwaltungsrates von FederlegnoArredo teilgenommen.

„Die Präsidentschaft des Salone zu einem so heiklen und komplexen Zeitpunkt aufzugeben, ist eine schmerzhafte, quälende Entscheidung", so Claudio Luti wötlich. „Über die Jahre habe ich hart daran gearbeitet, um die Messe als Repräsentant der Industrie auf internationaler Ebene zu erhalten, aber die Bedingungen sind nicht mehr gegeben, um meine Vorstellung von einer Branchengemeinschaft umzusetzen.“ Bei allem Respekt vor Einzelentscheidungen angesichts der pandemiebedingten Unsicherheiten erkennt Luti zwar die schwierige Lage, doch betont zu gleich: „Aber was für mich zählt, ist der gemeinsame Wille zur Zielsetzung, die gescheitert ist.“

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