Max Bahr

Märkte sind dicht - zum Teil übernehmen XXXLutz und Poco

Sie hatten lange auf eine Weiterführung ihrer Baumarkt-Kette gehofft - vergeblich. Gestern öffneten die Max-Bahr-Filialen in Deutschland zum letzten Mal ihre Türen. Mit Rabatten von bis zu 90 Prozent sollten die Regale leer gekauft werden. Von den ehemals 78 Standorten gehen am Freitag 62 an neue Betreiber über. Dabei handelt es sich größtenteils um einstige Mitbewerber wie Bauhaus, Hagebau, Globus, Hornbach und Obi. Aber auch Möbelhändler wie XXXLutz und Poco Domäne haben beim Ausverkauf zugeschlagen. So haben sich die Österreicher insgesamt 12 Standorte in Braunschweig, Bremen (2), Hagen, Halle, Hamburg (3), Hannover (2), Kassel und Kiel gesichert. Poco übernimmt die Häuser in Flensburg, Hildesheim, Neubrandenburg, Stade und Zwickau (siehe auch moebelkultur.de vom 14.02.14) Was mit den noch übrig gebliebenen 16 Filialen passiert, soll sich in den kommenden Monaten klären.

Durch der Pleite der Baumarktkette Praktiker im vergangenen Sommer geriet auch deren Tochtergesellschaft Max Bahr in finanzielle Schieflage. Grund dafür war nach Unternehmensangaben, dass ein Warenkreditversicherer die zugesagte Besicherung von Lieferanten, die mit den Max-Bahr-Gesellschaften in Geschäftsbeziehung standen, nicht aufrecht erhalten hat. Zwei anschließend geplante Übernahmen platzten jeweils in letzter Minute, weil sich die Insolvenzverwalter von Max Bahr und der ebenfalls Vermietungsgesellschaft Moor Par, die ebenfalls pleite war und deren Haupt-Gläubiger die Bank of Scotland ist, nicht einigen konnten. Schließlich kamen die Standorte einzeln unter den Hammer.

Von der Insolvenz sind 3.600 Mitarbeiter betroffen, 2.700 davon in Festanstellung. Sie können ab dem 1. März für drei bis sechs Monate zunächst in eine Transfergesellschaft wechseln, bis die Märkte umgebaut und sie dort eine neue Stelle antreten können.

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