Gepade
Macht wohl dicht
Kurz vorm Wochenende erreicht die Redaktion noch eine brisante Meldung: Gepade macht wohl dicht. Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt und Steuerberater Martin Schmidt von der Kanzlei AndresPartner, muss den Geschäftsbetrieb des
Kurz vorm Wochenende erreicht die Redaktion noch eine brisante Meldung: Gepade macht wohl dicht. Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt und Steuerberater Martin Schmidt von der Kanzlei AndresPartner, muss den Geschäftsbetrieb des Delbrücker Unternehmens nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, die Anfang Dezember 2015 erfolgen wird, voraussichtlich einstellen. Die rund 135 Mitarbeiter wurden darüber im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert.
Trotz intensiver Bemühungen konnte bisher kein Investor gefunden werden, der das Unternehmen und die Belegschaft übernimmt. „Ohne die Unterstützung durch einen oder mehrere Investoren ist es nicht möglich, Gepade dauerhaft fortzuführen”, so Schmidt. Enttäuscht zeigt er sich, dass weder der heutige noch der vormalige Gesellschafter letztlich bereit waren, dem Unternehmen die für eine Fortführung und Sanierung erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Gepade war Ende 2013 zum ersten Mal in die Insolvenz gerutscht. Damals hatte Martin Schmidt alle wesentlichen Vermögenswerte an Solvesta verkauft. Dieser Investor führte das Unternehmen in den letzten eineinhalb Jahren. Im August 2015 übernahm dann die zur Prevent-Gruppe gehörende Prevent Interior die Geschäftsanteile von Solvesta. Mitte Oktober folgte dann die erneute Insolvenz. Dieser Schritt war nötig geworden, da angekündigte finanzielle Mittel nicht flossen und damit unter anderem auch nicht die September-Gehälter der 135 Beschäftigten nicht gezahlt werden konnten. Martin Schmidt betonte zu diesem Zeitpunkt: „Es ist für mich nur schwer nachvollziehbar, warum der neue Gesellschafter anstelle der angekündigten finanziellen Mittel für die Fortentwicklung des Unternehmens versucht hat, zuletzt eine Vielzahl von wichtigen Mitarbeitern bei Gepade freizustellen und die in Delbrück ansässige Polsterei, als eine der Kernkompetenzen von Gepade, zu schließen. Das hat den Fortbestand des Unternehmens akut gefährdet.”
Nun scheint eine Fortführung von Gepade tatsächlich nicht mehr möglich zu sein. Rechtsanwalt Martin Schmidt bleiben daher aufgrund von wirtschaftlichen und insolvenzrechtlichen Vorgaben nur die Stilllegung der Produktion sowie die Schließung des Betriebs. Dafür werden jetzt alle erforderlichen Schritte eingeleitet. „Für die ordnungsgemäße Abarbeitung der bestehenden Kundenaufträge ist gesorgt“, so Schmidt.

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