VdDK

LivingKitchen Thema der Herbstsitzung

Das Leitungsgremium des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) kam jüngst auf Einladung von Vorstand Georg Billert (Impuls Küchen) an dessen Firmensitz in Brilon zu seiner Herbstsitzung zusammen. Im Fokus standen wichtige Wirtschafts- und Branchenthemen – in Anlehnung an die Vorstandsmeetings der Polster- und Wohnmöbelindustrie zwei Wochen vorher – sowie die kommende „Living Kitchen“ als internationale Präsentationsplattform der Küchenbranche.

Den allgemeinen Geschäftsbericht startete Christian Langwald, Geschäftsführer der Herforder Servicegesellschaft Möbel, mit dem statistischen Teil. Von dem bisher einzigartigen Umsatzrückgang 2017 abgesehen, verläuft die Entwicklung des Branchenzweigs Küche rundum positiv – wie auch die Indikatoren aus der Auftragseingangsstatistik zeigen. Trotz guter Außenhandelsbilanz und hervorragenden Zuwächsen in Export-Hauptmärkte bereiten die Ausfuhren in die Schweiz, nach den USA und – Brexit bedingt – Großbritannien im Trend Sorge.

Anschließend berichtete Verbandsmitarbeiter Dr. Olaf Plümer zu den neuesten, eher unerfreulichen Entwicklungen zu Formaldehyd. Bedenken ruft der Alleingang des Umweltbundesamtes hervor, das einseitig und unabgestimmt die Prüf-Messmethodik ändern wird – mit einschneidenden Auswirkungen auf die dann ermittelten Messwerte.

Andreas Ruf, Geschäftsführer der Homes GmbH und Vorstand des Kooperationsnetzwerks Möbelindustrie e.V., fokussierte danach die hochsensiblen Themen Kartellrecht beziehungsweise Mittelstandskartell und Compliance.  Zu dem letzten Punkt gab es einen intensiven Meinungsaustausch unter dem Aspekt der sogenannten Handelsmarken – bei denen der Handel als – originärer – Absatzmittler der Industrie nunmehr plötzlich als „Produzent“ und folglich als Wettbewerber auftritt.

Breiten Raum in Geschäftsbericht und Diskussion nahmen das DCC, das kürzlich sein 20-jähriges Bestehen feierte, und die Logistikinitiative Zimlog ein. Corinna Kronsbein, Referentin des erkrankten Hauptgeschäftsführers Dr. Lucas Heumann, zog schließlich die gesamte Aufmerksamkeit mit einem Sachstandsbericht zur Rechtsfragen bezüglich AGB und Vertragsstrafen auf sich. Hier, so waren sich alle Vorstände einig, dürften künftig noch wichtige Entscheidungen zu erwarten sein.

Als Gäste zur VdDK-Vorstandssitzung waren aus Köln die Messemanager Matthias Pollmann und Bernd Sanden angereist. Sanden, Direktor bei Koelnmesse mit Verantwortung der „Living Kitchen“, informierte sehr umfassend über die vielfältigen Bestrebungen des Veranstalters, die führende Position dieses Branchenevents zu halten und auszubauen. Dazu gehören Sonderpräsentationen wie die „Future Kitchen“ des Designer Alfredo Häberli ebenso wie der Pure-Talents-Contest „Kitchen Selection“ – bei dem aus rund 60 Ländern über 900 Ideen eingereicht worden sind.

Aber nicht nur in Halle 4.2 wird Spannendes die Fachbesucher anziehen: Eine Show in Halle 4.1 widmet sich den Zukunftsthemen Smart Home, Digitalisierung und Connectivity mit Fokus auf den Lebensraum Küche. Hanni Rützler und Sebastian Lege, zwei bekannte Namen für innovatives Food-Design, ziehen in Halle 5.2 die Aufmerksamkeit mit Indoor Farming, Self-Production und 3D-Druck von Lebensmitteln, dem Sharing sowie alternativen Nahrungsmittelkonzepten auf sich. Endverbraucher-orientiert bleibt der Food-Market für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse – aufgebaut in den Passagen zwischen den Hallen 4 und 5 beziehungsweise 2 und 4.

Mit Blick auf den Gesamtevent stand dann Matthias Pollmann als Geschäftsbereichsleiter für Messen zu Möbel, Einrichten und Design Rede und Antwort. Die von der Koelnmesse vergebenen Gutscheincodes waren dabei ein wichtiger Aspekt. 50 Stück wurden kostenfrei für Aussteller bereitgestellt, weitere sind auf Wunsch verfügbar. Diese Registrierungsform soll einerseits die Anzahl umständlicher Barverkäufe an den Countern eindämmen als auch die Online-Registrierung befördern.

Wichtiger Aspekt ist die rechtlich abgesicherte Datenerhebung beim Registrierungsvorgang – ein sinnvolles Tool zur Besuchsauswertung durch Messegesellschaft und jeden einzelnen Aussteller. Pollmann verwies hierzu insbesondere auf die ab Messemontag, den 14. Januar, zur Verfügung stehende App „Lead Tracking“, die den Scan jedes Besuchers über Smartphones ermögliche – spätere Auswertung inklusive.

Neben weiteren wichtigen Informationen um „Imm Cologne“ und „Living Kitchen“ bat Pollmann abschließend um Verständnis für die mit großem Tempo vorangetriebenen Umbaumaßnahmen auf dem Gelände der Koelnmesse. Wichtig vor allem dieser Hinweis an die VdDK-Vorstände und an alle Aussteller, nicht nur von Küchen: Wer sich bereits jetzt mit dem „Imm“-Veranstaltungsteam in Verbindung setzt, könne baubedingte logistische Einschränkungen vermeiden.

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