Statement zum Jahresstart

Lieferketten, Rezyklate und Fachkräftemangel

Corona und kein Ende. Bereits im zweiten Jahr wurde die Pandemie zum Haupttreiber für Veränderungen, bricht eingefahrene Strukturen auf und setzt für die Zukunft eine ganze Reihe von Fragezeichen. Einerseits stehen die Themen Einrichten und Homing weiterhin hoch im Kurs, andererseits steigt mit der Lieferkettenproblematik jedoch die Inflationsrate, was zum Abschmelzen der Kaufkraft und -lust führen kann. Wir haben nachgefragt, mit welchen Erwartungen Entscheider das herausfordernde Jahr 2022 angehen. Jan Kurth, Geschäftsführer VDM/VHK, über Lieferketten, Rezyklate und Fachkräftemangel.

„Die Thematik Wohnen und Einrichten wird bei den Verbrauchern auch im Jahr 2022 stark im Fokus stehen – dies stimmt uns positiv, was die Absatzchancen der deutschen Möbelindustrie auf dem Heimatmarkt wie auch im Ausland betrifft. Gleichzeitig sieht sich unsere Branche großen Herausforderungen gegenüber. Die coronabedingten Störungen der Lieferketten werden sich bis in das Jahr 2022 hinein auswirken. Während sich die Beschaffungssituation bei Holzwerkstoffen zuletzt zumindest nicht weiter verschärft hat, sind die Engpässe bei Metallkomponenten, elektronischen Bauteilen, Verpackungsmaterial sowie Leder- und Stoffbezügen noch größer geworden. Die Optimierung der Liefer- und Logistikketten steht deshalb ganz oben auf der Agenda.

Weitere Schwerpunkte werden die Digitalisierung – besonders mit Blick auf den wachsenden Möbel-Onlinehandel – sowie die Themen Nachhaltigkeit und Circular Economy sein. Aspekte sind hier unter anderem der Einsatz von Rezyklaten, die Trennbarkeit von Materialien sowie Rücknahme- und Reparaturdienste. Und: Nach Corona ist vor dem Fachkräftemangel. Deshalb sind verstärkte Bemühungen zudem bei der Gewinnung von Mitarbeitern erforderlich. Die Suche nach Fachkräften gestaltet sich immer aufwendiger und schwieriger, weshalb wir mit der neuen Lehrfabrik einen konsequenten Schritt nach vorne gegangen sind.“

Diese Seite teilen