VDM-Präsident Axel Schramm prognostiziert für die deutsche Möbelindustrie 2017 ein Plus von bis zu einem Prozent.

VDM

Leichtes Umsatzplus im 1. Halbjahr

Auf hohem Niveau noch eins drauf zu legen, dürfte in gesättigten Märkten künftig immer schwieriger werden. Um so mehr zeigt sich VDM-Präsident Axel Schramm mit der Entwicklung der deutschen Möbelindustrie im ersten Halbjahr 2017 zufrieden: 0,5 Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund neun Mrd. Euro. Immerhin bedeutet das Wachstum im vierten Jahr in Folge.

Positiv stimmt Schramm dabei die Tatsache, dass sich das Auslandsgeschäft – bei stagnierendem Inlandsumsatz – als wichtige Umsatzstütze erwiesen hat. Denn der Export stieg in den ersten sechs Monaten um 1,7 Prozent. Für den Zuwachs im Ausland sorgte nicht nur ein Anziehen der Nachfrage in bedeutenden europäischen Absatzmärkten, sondern auch Länder wie China (+27,6 %) und Indien (+32 %), die langfristige Perspektiven versprechen. „Hieran kann man deutlich ablesen, dass die Exportbemühungen unserer Hersteller im außereuropäischen Ausland Früchte tragen und sich die Abhängigkeit von den Märkten innerhalb der EU tendenziell verringert“, stellt Axel Schramm fest.

Insgesamt landen inzwischen fast ein Drittel der deutschen Ausfuhren in Nicht-EU-Ländern. Die Industrieexportquote – also der Anteil der von heimischen Möbelherstellern direkt ins Ausland gelieferten Ware am Gesamtumsatz der Branche – kletterte im ersten Halbjahr auf die Rekordzahl von 32,2 Prozent (Vergleichszeitraum 2016: 31,7 %). Demgegenüber tendierten die Importe zwischen Januar und Mai (-2,4 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro) leicht rückläufig. Obwohl die Einfuhren aus dem wichtigsten Möbelherkunftsland Polen um 3,8 Prozent zurückgingen, stammt immer noch jedes vierte importierte Möbel aus dem östlichen Nachbarland. Während die Importe aus Asien (+6,1 %) zulegten, sanken die Einfuhren aus den EU-Ländern (-4,9 %), vor allem aus Frankreich (-10,2 %), Österreich (-9,8 %) und Italien (-8,8 %).

Die einzelnen Warengruppen zeigten im ersten Halbjahr einen uneinheitlichen Lauf: So büßten die Polstermöbelhersteller mit -5,3 Prozent auf 510 Mio. Euro am meisten ein, und ebenso ließen die Küchenindustrie (-2,4 % auf rund 2,4 Mrd. Euro) und die Büromöbelanbieter (-1,5 % auf 1 Mrd. Euro) Federn. Dagegen legten die Laden- und Objektmöbel um 7,5 Prozent auf 860 Mio. Euro zu.

Für das zweite Halbjahr bleibt Axel Schramm aufgrund der positiven Rahmenbedingungen verhalten optimistisch, sodass er für 2017 mit einem Plus von bis zu einem Prozent rechnet.

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