ZVEI

Leichtes Minus für Einbaugeräte - Muldenlüfter als Trendsetter

Mit einem kleinen Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat der deutsche Hausgerätemarkt 2018 seinen etwa zehnjährigen Wachstumskurs unterbrochen. Dies weist die jüngste Bilanz des ZVEI aus. In Summe lag der inländische Herstellerumsatz mit großen und kleinen Hausgeräten bei ca. 8,6 Mrd. Euro (ohne MwSt.). Die klaren Gewinner waren dabei die Kleingeräte mit etwa drei Prozent Plus und 2,9 Mrd. Euro Umsatz. Die Entwicklung der Großgeräte entsprach dem Branchenschnitt von minus 0,5 Prozent (5,7 Mrd. Euro), dasselbe gilt für Einbaugeräte.

Zugelegt haben freistehende Kühlgeräte, Einbau-Backöfen und vollintegrierte Einbaugeschirrspüler. Im Trend liegen außerdem Multifunktionsgeräte wie Waschtrockner und Induktionskochfelder mit integriertem Dunstabzug.

Zugleich steigt der Anteil smart vernetzter Hausgeräte auf etwas mehr als zehn Prozent des Inlandsgeschäfts mit Großgeräten. Im Bereich Kleingeräte waren vor allem kabellose Staubsauger, Staubsaugerroboter und Nass-/Trockensauger sowie Kaffeevollautomaten die Wachstumstreiber. Bedienkomfort, Design, niedriges Betriebsgeräusch und Zeitersparnis sind allgemein wichtige Kaufkriterien.

Vor allem international haben die deutschen Hausgeräteproduzenten Umsatz verloren. So wurden 2018 Groß- und Kleingeräte im Wert von neun Mrd. Euro exportiert, die Ausfuhr von  Großgeräten ging dabei um etwa zwei Prozent zurück. Insgesamt wurden 2018 hierzulande 17.000 Großgeräte produziert. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Hausgeräteindustrie liegt konstant bei ca. 48.000 Mitarbeiter (ohne Zulieferer).

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