Oberfränkische Möbelindustrie

Leichtes Minus

"Die oberfränkische Polstermöbelindustrie hat das erste Halbjahr 2009 trotz internationaler Wirtschaftskrise mit nur geringen Umsatzeinbußen von insgesamt 2,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeistert und beurteilt die weitere Entwicklung mit

"Die oberfränkische Polstermöbelindustrie hat das erste Halbjahr 2009 trotz internationaler Wirtschaftskrise mit nur geringen Umsatzeinbußen von insgesamt 2,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeistert und beurteilt die weitere Entwicklung mit verhaltenem Optimismus." Mit diesen Worten machte Norbert Furche, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen (HDH), anlässlich der heutigen Jahrespressekonferenz der Oberfränkischen Polstermöbelindustrie klar, dass sich die Hersteller aus der Region erfolgreich gegen die Krise gestemmt haben – insbesondere im Vergleich mit der allgemeinen Entwicklung der deutschen Möbelindustrie, die von Januar bis Juli 2009 ein Minus von 13 % verkraften musste. Bei den Herstellern in Oberfranken bewegt sich die Spannbreite der Umsatzentwicklung zwischen Minus 15,5 und Plus 18,2 %. Dabei beruft sich Furche auf eine Befragung von 17 Unternehmen, die rund 85 % der oberfränkischen Möbelindustrie mit einem Jahresumsatz von 500 Mio. Euro repräsentieren.
Als besonders schwierig zeigte sich der Export. So sank er in den ersten sechs Monaten 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,2 %. Damit ging die Exportquote von 25,3 % auf 21,5 % zurück.
Positiv entwickelten sich dagegen die Auftragsbestände, die mit zwei Stichtagen am 30. Juni und 30. August gemessen wurden. Lag dieser zum ersten Termin noch bei 4,9 Wochen, legte er zum zweiten Stichtag um nahezu 25 % auf 6,1 Wochen zu. Allerdings, so räumte Furche ein, wurden im August auch überwiegend Betriebsferien gemacht, wodurch Aufträge aufgeschoben wurden. [page_break]
Bei den Verkaufspreisen wurde im direkten Vergleich der beiden ersten Halbjahre 2008 und 2009 eine durchschnittliche Steigerung um 1,5 % verzeichnet. Dabei lag die Spanne der Erhöhungen zwischen Null und 4,2 Prozent.
Die Möglichkeit der Kurzarbeit nahmen bis Juni dieses Jahres 18 Unternehmen wahr – sechs mehr als im zweiten Halbjahr 2008. Laut Furche ein Indiz für die relativ gute Beschäftigungslage der oberfränkischen Polsterer. Die Zahl der Angestellten blieb ebenfalls relativ stabil. Zwar bauten 47 % der Unternehmen Personal ab, 41 % stockten die Mitarbeiterzahl dagegen auf. Zwölf Prozent planen für dieses Jahr jedoch, die Arbeitsplätze im kleinen Umfang zu verlagern.
Für das zweite Halbjahr 2009 gehen 30 % der befragten Unternehmen von einer positiveren Geschäftsentwicklung aus. 53 % erwarten eine gleich bleibende Lage.