Für diese Ausgabe der Maison & Objet stellte Ramy Fischler, Designer des Jahres der September-Ausgabe 2018, die XXL-Installation "Design ca tourne" zusammen, die als zukunftsweisender "Trendinkubator" konzipiert war. Foto: Maison & Objet

Maison&Objet

Leichter Besucher-Rückgang

Das angespannte soziale Klima in Frankreich ließ das Schlimmste für die Jubiläumsveranstaltung befürchten. Doch die Maison&Objet konnte ihre Anziehungskraft im Großen und Ganzen bewahren. So verzeichnete die internationalen Fachmesse für Dekoration, Design und Lifestyle, die vom 17. bis 21. Januar im Pariser Messezentrum Villepinte stattfand, nur einen leichten Rückgang der Besucherzahl um 3,5% auf 81.232, dafür einen Anstieg der Ausstellerzahl (2.736), zu der 609 neue Unternehmen gehörten. 44.823 der Besucher kamen aus Frankreich, 36.409 aus dem Ausland. Nach Schätzungen des Veranstalters beliefen sich die im Laufe der fünftägigen Veranstaltung getätigten Einzelhandelsgeschäfte auf fast 2 Mrd. Euro.

Um den Beginn des brandneuen Jahrzehnts einzuläuten, beschloss die Maison&Objet, ihre beiden Ausgaben zum 25-jährigen Jubiläum der Messe unter das gleiche Motto zu stellen: "(Re)Generation!" Das Ziel? Den Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Konsumverhalten der Generationen Y und Z auseinanderzusetzen, das gleichermaßen faszinierend und beunruhigend ist. Mit Unterstützung der Stilberaterin Nelly Rodi wurde in der Januar-Ausgabe untersucht, wie stark sich diese neuen, bedeutungsorientierten Verbraucher engagieren (wobei ein spezieller Guide mit umweltfreundlichen Marken bereits im letzten Jahr eingeführt wurde). Für die kommende September-Ausgabe wird derweil stärker die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie diese Digital Natives als eine Generation tickt, die mit Hilfe des Internets und der sozialen Medien aufgewachsen ist.

Für diese Ausgabe stellte Ramy Fischler, Designer des Jahres der September-Ausgabe 2018, die XXL-Installation "Design ca tourne" (Foto) zusammen, die als zukunftsweisender "Trendinkubator" konzipiert war. Fünf erfahrene Schauspieler verbrachten die vollen fünf Tage damit, Skizzen zu improvisieren, die den Alltag in den verschiedenen Räumen des Hauses imitierten, wobei eine Art "Design-Fiktion" zur Konzeption der Verhaltenstrends von morgen beitrug. Ein Dutzend Kurzfilme, die derzeit bearbeitet werden, sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht  werden und Designspezialisten sowie die Messe-Community einladen, Veränderungen in ihrem Markt zu hinterfragen oder zu diskutieren.

Diese Seite teilen