Baumärkte

Leichte Umsatzrückgänge im ersten Quartal

Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 3,84 Mrd. Euro musste der deutsche Baumarkthandel im Vorjahresvergleich einen leichten Umsatzrückgang von 0,7 Prozent verbuchen, auf bereinigter Verkaufsfläche einen Rückgang von 1,4 Prozent. Ausschlaggebend für

Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 3,84 Mrd. Euro musste der deutsche Baumarkthandel im Vorjahresvergleich einen leichten Umsatzrückgang von 0,7 Prozent verbuchen, auf bereinigter Verkaufsfläche einen Rückgang von 1,4 Prozent. Ausschlaggebend für das Branchenergebnis nach drei Monaten waren insbesondere die Wetterlagen im Januar und im März, die sich umsatzmindernd bemerkbar machten, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) bekannt gibt.

Außerdem wurde das Branchenergebnis des ersten Quartals durch eine im Vorjahresvergleich unterschiedliche Zahl an Verkaufstagen und durch Feiertagsverschiebungen beeinflusst: So wies der März 2016 mit 25 Verkaufstagen einen weniger auf als der März 2015. Hinzu kamen die Effekte durch die Feiertagsverschiebung wegen des 2016 frühen Osterfestes bereits im März statt wie 2015 im April (Gesamteffekt laut HDE-Umsatzkorrekturfaktoren +4,8 Prozent).

Aufgrund jahreszeitlich untypisch warmer Temperaturen im Januar blieben die Bau- und Heimwerkermärkte im ersten Monat des Jahres 1,0 Prozent hinter dem Monatsergebnis aus 2015 zurück. Im März erzielten die Bau- und Heimwerkermärkte einen Umsatzrückgang von 5,4 Prozent, nachdem die Branche mit einem guten Februar-Ergebnis (+6,8 Prozent) noch auf Wachstumskurs gelegen hatte: Tiefdruckgebiete mit kälterer Luft und Niederschlägen dominerten die erste März-Hälfte. Zum Monatsende hin brachten atlantische Tiefdruckgebiete allmählich wärmere Luft, aber ebenfalls Regen. „Aufgrund der Wetterlage im März konnten unsere Kunden ihre Heimwerkerprojekte im Haus und insbesondere im Garten noch nicht in Angriff nehmen“, erläutert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst das aktuelle Quartalsergebnis. Insgesamt, so Wüst, sei der Jahresstart der Branche aber als durchaus solide zu bezeichnen, das aktuelle Umsatzergebnis liege im Vergleich zum Mittelwert der letzten fünf Jahre auf durchschnittlichem Niveau.

Für 2016 zeigen sich der Verband und die Branche daher auch weiterhin optimistisch. „Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir nach wie vor von einem Umsatzwachstum von 1,3 bis 1,5 Prozent aus, einen beständigen Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands vorausgesetzt“, betont BHB-Hauptgeschäftsführer Wüst. Auch mit Blick auf die aktuelle Branchenentwicklung des 1ersten Quartals gebe es keinen Grund, von dieser Jahresprognose abzuweichen. Auch die Marktforscher von Results4retail sehen die Branche auf Wachstumskurs: Für den DIY-Kernmarkt (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachmärkte und Kleinbetriebsformen) prognostizieren die Marktforscher für das Geschäftsjahr 2016 ein Umsatzwachstum von 1,1 Prozent, für den DIY-Gesamtmarkt ein Wachstum von 1,6 Prozent.

Beim Blick auf die Sortimentsentwicklungen im ersten Quartal erzielten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte die höchsten Umsätze mit Sanitär- und Heizungswaren (450,0 Mio. Euro), Elektro inklusive Beleuchtung (334,2 Mio. Euro), Bauchemie/Baumaterial (328,4 Mio. Euro), Werkzeugen/Maschinen/Werkstattausstattung (278,1 Mio. Euro) und Anstrichmitteln/Malerzubehör (276,6 Mio. Euro). Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich deutliche Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten, die für das Quartalsergebnis ausschlaggebend waren: So erzielten die Warengruppen Gartenmöbel (-21,8 Prozent), Gartenchemie/Erden/Saatgut (-12,0 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (- 8,0 Prozent), Gartenausstattung (-4,9 Prozent) und Lebendes Grün (-4,3 Prozent), und) sämtlich Umsatzrückgänge, zum Teil im zweistelligen Bereich. Auch die Warengruppe Wohnen/Dekoration musste deutliche Umsatzrückgänge verzeichnen (-12,1 Prozent). Die stärksten Zuwächse wiesen die Warengruppen Wand und Boden (+6,5 Prozent), Freizeit/Saisonwaren (+5,3 Prozent) und Technik/Büro/Unterhaltung (+4,2 Prozent) auf.