Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie

Leichte Talfahrt 2012 bei Spanplatten – aber Deutschland bleibt “Insel der Glücksseligkeit”

Während des heutigen Pressegesprächs des Verbands der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) im Rahmen der Interzum veröffentlichte der Zusammenschluss auch eine Prognose für das Jahr 2013. "Die Lage an den Finanzmärkten

Während des heutigen Pressegesprächs des Verbands der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) im Rahmen der Interzum veröffentlichte der Zusammenschluss auch eine Prognose für das Jahr 2013. "Die Lage an den Finanzmärkten hat sich entspannt, auch der weltwirtschaftliche Gegenwind hat nachgelassen", berichtete Dr. Peter Sauerwein (Foto), Geschäftsführer des VHI, zum konjunkturellen Umfeld der deutschen Holzwerkstoffindustrie. Laut Ifo-Institut soll es 2013 in Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes um 0,8 Prozent geben, im kommenden Geschäftsjahr sogar um 1,9 Prozent. "Deutschland ist in Europa so eine Art 'Insel der Glücksseligkeit'", sagte Sauerwein. Aktuell geht man im Verband davon aus, dass dieser Zustand anhält.
Dennoch konnte der VHI nicht nur Positives vermelden: Im Jahr 2012 gab es laut Statistischem Bundesamt einen starken Produktionsrückgang insbesondere bei melaminbeschichteten Spanplatten um 8,1 Prozent, der Rückgang der Spanplatten insgesamt betrug 2,2 Prozent. OSB verzeichnete in Deutschland einen Zuwachs um 2,4 Prozent, die Produktion von rohen MDF-Möbelplatten ließ um 3,8 Prozent nach, sonstige MDF-Möbelplatten sogar um 5,8 Prozent. HDF und Laminatboden verbuchten jeweils ein einstelliges Wachstum ­- allerdings zweifelt der Verband hier an der korrekten Datenerfassung, schließt Doppelzählungen nicht aus. Der Umsatz der Holzwerkstoffbranche bis Februar 2013 lag mit insgesamt 731 Mio. Euro um 2,2 Prozent unter dem Ergebnis von 2012 im gleichen Zeitraum.
Es gibt viele aktuelle Trends und Entwicklungen, die die Arbeit des Verbandes beeinflussen: "Im Bereich der Span- und Faserplatten sind es vorwiegend zwei Themen, die uns beschäftigen", berichtet Dr. Steffen Körner, Vorsitzender der Fachgruppe Span- und Faserplatten des VHI. "Die Holzressourcenverknappung, die zusehends zum Problem wird und die sehr wahrscheinliche Reklassifizierung von Formaldehyd als cancerogenen und mutagenen Stoff. Bislang haben wir noch keine passende Antwort, um formaldehydhaltige Leime als Bindemittel in den Platten zu substituieren."