Alno/Casawell

Kündigt Zulieferer Hörnlein

Die Fusion der Küchenriesen Alno und Casawell hinterlässt die ersten Spuren. Wie die "Neue Westfälische" berichtet, kündigte die Konzern-Tochter Gustav Wellmann GmbH & Co. KG dem Frontenhersteller Hörnlein GmbH &

Die Fusion der Küchenriesen Alno und Casawell hinterlässt die ersten Spuren. Wie die "Neue Westfälische" berichtet, kündigte die Konzern-Tochter Gustav Wellmann GmbH & Co. KG dem Frontenhersteller Hörnlein GmbH & Co. KG fristlos den Liefervertrag. Die ehemalige Konzerntochter, die erst 2002 im Zuge eines Management-Buy-Outs aus der Wellmann-Gruppe ausgegliedert wurde, erhält 90 Prozent ihrer Aufträge aus Enger. Mit der fristlosen Kündigung der Verträge, die eigentlich noch bis 2006 laufen, scheint eine Insolvenz unvermeidbar. 135 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Auch anderen Zulieferern sei gekündigt worden, heißt es.
Wie Geschäftsführer Jürgen Großmann gegenüber der Zeitung erklärte, wolle er zwar nächste Woche Insolvenzantrag stellen. Der Manager hofft aber, dass der Insolvenzverwalter – ebenso wie er selbst – von der Unrechtmäßigkeit der fristlosen Kündigung ausgehe.
Die Casawell-Zentrale wollte zu den Vorgängen heute keine Stellung nehmen. Die Geschäftsführung sei heute den ganzen Tag in einem Meeting, hieß es auf Nachfrage der Holzmann Online-Redaktion. Dies nährt die Spekulationen der "Neuen Westfälischen", dass heute Vorstand, Konzernbetriebsrat und Casawell-Geschäftsführung über die Zahl der intern wegfallenden Arbeitsplätze verhandeln – mindestens 100 Stellen stünden im Konzern zur Disposition.