VDM

Kritik an den Subventionen für Polen

Auf der Pressekonferenz zur "imm cologne" bezog Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), auch Stellung zu den Subventionen für die polnische Möbelindustrie. "In Deutschland bleibt die Konkurrenz

Auf der Pressekonferenz zur "imm cologne" bezog Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), auch Stellung zu den Subventionen für die polnische Möbelindustrie. "In Deutschland bleibt die Konkurrenz mit ausländischen Herstellern hoch, die preisaggressiv ihre Ware im Handel platzieren. Im Jahr 2013 ist dabei insbesondere Polen zu erwähnen. Die Hersteller in unserem östlichen Nachbarland schaffen es, ihren Umsatz in Deutschland gegen den allgemeinen negativen Trend auf Vorjahresniveau zu halten. Dabei hilft ihnen die massive finanzielle Unterstützung der Europäischen Union", so Klaas. Die EU bezuschusst mit zwei Förderprogrammen die Produktion in Polen und den Absatz unter anderem in Deutschland. Über den Fond für regionale Entwicklung werden Investitionen in den Neubau von Produktionsstätten oder die Modernisierung des Maschinenparks mit bis zu 70 Prozent gefördert. Über das Förderprogramm "Innovative Wirtschaft" sponsert die EU die Kampagne "Made in Poland", mit der in Deutschland, Tschechien und der Ukraine für polnische Produkte – darunter auch Möbel – geworben wird.
"Dabei hat Polen traditionell eine sehr starke Möbelindustrie und ist nach wie vor Importland Nummer 1 in der Bundesrepublik. Die EU-Unterstützung bewirkt einen nicht unerheblichen Wettbewerbsnachteil für unsere Hersteller, die teilweise nicht mehr mit den niedrigpreisigen Angeboten der polnischen Hersteller konkurrieren können. Wir wehren uns deshalb vehement gegen diese Förderpraxis und haben die EU-Kommission aufgefordert, diesen Sachverhalt zu untersuchen", betont Dirk-Uwe Klaas. Ziel müsse eine Chancengleichheit im europäischen Binnenmarkt sein. Denn die polnische Möbelindustrie ist stark genug und braucht laut Klaas keine Unterstützung durch öffentliche Steuermittel.