Hettich und Rehau luden die Erstplatziertes des "International Design Awards" 2018 zu einem Kreativ-Workshop ein.

"International Design Award" 2018

Kreativ-Workshop mit den Preisträgern

Während bei anderen Wettbewerben nach dem Sieg schon Schluss ist, ging es beim "International Design Award" 2018 erst richtig los, als die Gewinner feststanden. Aus insgesamt 1.360 Einreichungen waren die drei besten ausgewählt und die Nachwuchsdesigner von den Veranstaltern Hettich und Rehau zu einem Workshop eingeladen worden. Im Atelier "Maker Austria" in Wien konnten die Preisträger zwei Tage lang Ideen sammeln und gemeinsam mit Programmierern umsetzen.

Ein Teil des Gewinns des "International Design Awards" 2018 war ein zweitägiger Workshop der Wettbewerbssieger, in dem sich diese gemeinsam mit technisch und handwerklich versierten Mitarbeitern der veranstaltenden Unternehmen kreativ austoben konnten. Wenn man die begeisterten Stimmen hört, war dies für die Gewinner vermutlich sogar der beste Teil. Der Einladung nach Österreich waren die Erstplatzierten gefolgt, die ihren Entwurf als Gruppe eingereicht hatten – Yifei Zhong, Jiamin Luo und Kang Tian – sowie die Zweitplatzierte Fangyuan Chen. Alle vier Studierenden stammen aus China und repräsentieren damit das Land mit der diesjährigen höchsten Teilnehmerquote im Wettbewerb. Daniel Diermeier von der deutschen Universität Pforzheim, der den dritten Platz belegt hatte, konnte wegen einer beruflichen Verpflichtung nicht dabei sein.

Ziel des Workshops war es, vor Ort gemeinschaftlich drei innovative und nützliche Einrichtungslösungen zu entwerfen, die mit heutigen technischen Mitteln umgesetzt werden können. Nach dem Vorbild eines Computer-"Hackathons" standen den Teilnehmern zwei ganze Tage für die Ideenfindung, Ausgestaltung und Umsetzung zur Verfügung. Während das Atelier "Maker Austria" die Räumlichkeiten und Werkzeuge bereitstellte, sorgten die Veranstalter für ausreichend Arbeitsmaterial sowie ein Team an kreativen Köpfen zur Unterstützung. Die chinesischen Nachwuchsdesigner arbeiteten Hand in Hand mit Programmierern von Hettich und Rehau. Am zweiten Tag kamen die ersten Entwürfe bei einem Straßentest auf den Prüfstand: Passanten in einer Wiener Fußgängerzone durften einige Entwürfe beurteilen. Ihre Anmerkungen flossen in die weitere Auswahl und Ausarbeitung ein. Anschließend feilte das gesamte Team eifrig bis um Mitternacht an seinen Smart-Furniture-Lösungen und der Vorbereitung der Präsentation.

Tags darauf stellten Yifei Zhong aus der Gruppe der Erstplatzierten und die Zweitplatzierte Fangyuan Chen die Ergebnisse des "Hackathons" vor. Von anfangs 23 Ideen waren drei Entwürfe umgesetzt worden – zwei in Form von Modellen aus Karton, einer auch als Prototyp eines Möbelstücks. Der Prototyp beeindruckte das Publikum besonders, weil die Idee dahinter ebenso einfach wie zeitgemäß ist: Das interaktive Aufbewahrungsmöbel kann sich mittels Spracheingabe "merken", was sich in welchem Fach befindet, welche Schublade leer ist oder wer Zugriff auf welche Bereiche haben darf. So muss ein Nutzer beispielsweise nie wieder nach dem Autoschlüssel suchen oder befürchten, dass dieser in Kinderhände fällt.

Als die vier anwesenden Gewinner ihre Entwürfe aus dem Workshop präsentiert hatten, überreichten ihnen Andreas Albig, Leiter Product Management Edgeband Rehau, und Thomas Lödel, Marketing Director Hettich, die Siegesskulpturen des "International Design Awards" 2018. Die Studierenden betonten, wie viel Spaß ihnen der "Hackathon" gemacht hätte und dass sie nie zuvor in so kurzer Zeit einen gesamten Entwicklungsprozess von der Idee bis zur Umsetzung und Vorführung durchlaufen konnten.

Diese Seite teilen