„Zukünftig werden Effizienzsteigerungen in der Lieferkette nur durch Kooperationen mit Kunden und Lieferanten möglich sein.“ Dieser Auffassung sind 75 % der Befragten. Quelle: Hermes

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Kooperationen verbessern die Lieferkette

Um die Effizienz innerhalb der Lieferkette zu steigern, müssen Kunden und Lieferanten kooperieren. Das ist die Auffassung von Drei Viertel der deutschen Unternehmen, wie das Hermes Barometer zum Thema „Kollaboration in der Supply Chain“, einer Umfrage von Hermes Germany unter 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen, ergeben hat. Mehr als ein Drittel ist der Meinung, dass die Blockchain-Technologie das Potential besitzt, gewaltige Veränderungen in der Logistik herbeizuführen, die über den „normalen“ Digitalisierungsprozess deutlich hinausgehen. In größeren Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern stimmt sogar jeder Zweite dieser Aussage zu.

Mehr als die Hälfte der Befragten aus größeren Unternehmen sowie jeder dritte aus kleineren Firmen glaubt, dass die Technologie für die Erhöhung der Datensicherheit im Kooperationsprozess eine gesteigerte Bedeutung hat. Dennoch haben sich in der Summe erst 21 Prozent aller Umfrageteilnehmer über die Technologie informiert und sind mit der Funktionsweise vertraut.

Neben der Blockchain (35 Prozent) sind auch weitere Technologien von Bedeutung, wenn es um die verbesserte Zusammenarbeit mit den Partnern innerhalb der Supply Chain geht. Von größter Bedeutung sind Cyber-physische Systeme (CPS; 56 Prozent), gefolgt von Enterprise-Resource-Planning-Systemen (ERP; 46 Prozent) und Sensorik zur Überwachung und Datenerfassung (wie beispielsweise RFID; 44 Prozent).

Den Nutzwert von Big Data zur Verbesserung des Forecastings konnten bisher lediglich ein Drittel der befragten Logistikentscheider für sich identifizieren.

Dennoch gibt es zahlreiche Hemmnisse auf dem Weg. Besonders erschwert wird die Zusammenarbeit durch Kommunikationsprobleme zwischen den Parteien (56 Prozent), gefolgt von dem Zeit- und Kostenaufwand zur Implementierung notwendiger Technologien (51 Prozent) sowie fehlenden personellen Ressourcen (46 Prozent). Auch klagen 42 Prozent der Befragten über eine mangelnde Bereitschaft zur Optimierung der Zusammenarbeit. Bei größeren Unternehmen ab 250 Mitarbeitern sind es sogar 61 Prozent.

Sieben von zehn Unternehmen sind grundsätzlich der Meinung, dass sie über das nötige Know-how verfügen, um die Zusammenarbeit mit ihren Partnern zu optimieren und ihre Logistikprozesse selbst zu planen und umzusetzen. Gleichzeitig sagen jedoch ebenfalls sieben von zehn Unternehmen, dass sie bei der Digitalisierung ihrer Supply Chain die Unterstützung ihrer Logistikdienstleisters in Anspruch nehmen werden. „Für die Optimierung der Prozesse ist es wichtig, dass Unternehmen sich ihrer Kernkompetenzen bewusst sind und vorhandene Wissenslücken durch kompetente Fachleute füllen“, betont Jan Bierewirtz, CCO Hermes International/Division Manager Commercial bei Hermes International, einem Geschäftsbereich der Hermes Germany.

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