Pfleiderer

Konzernumbau abgeschlossen

Die im April begonnene Umstrukturierung der Pfleiderer AG steht kurz vor dem Abschluß. Ab 1.August sollen die neuen Organisationsstrukturen des Neumarkter Konzerns greifen. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt laut einer

Die im April begonnene Umstrukturierung der Pfleiderer AG steht kurz vor dem Abschluß. Ab 1.August sollen die neuen Organisationsstrukturen des Neumarkter Konzerns greifen.
Die Steuerung des Unternehmens erfolgt laut einer Pressemitteilung künftig über eine neu geschaffene Management Holding. Das operative nationale wie internationale Geschäft wird durch vier "Business Center" – Holzwerkstoffe, Türen und Fenster, Dämmstofftechnik und Infrastrukturtechnik – gelenkt, die wiederum in 20 kleinere Einheiten, sogenannte "Business Units", aufgegliedert sind. Diese nach Regionen und Märkten ausgerichteten Einheiten agieren mit eigener Ergebnisverantwortung und werden als eigenständige Unternehmen geführt. Wobei konzernübergreifende Aufgaben von Corporate und Service Units wahrgenommen werden.
Mit den umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen, zu denen auch die Trennung vom Hamburger Dämmstoffwerk, der Verkauf der Anteile am französischen Spanplattenproduzenten Pannovosges sowie der Wegfall von insgesamt 1.400 Arbeitsplätzen gehören, sieht der neue Vorstandsvorsitzende Dr. Ralf H. Bufe die Basis für ein weiteres qualitatives Wachstum gelegt. "Nach der notwendigen Konzentration bei unseren Standorten und Sortimenten vollziehen wir jetzt konsequent und schnell die Abkehr von der bisher zentralen ausgerichteten Unternehmensorganisation und schaffen eine neue, schlagkräftige, marktnahe und ergebnisorientierte Struktur. Damit verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig", so Bufe.
Neben der Bereinigung ders Konzern-Portfolios, dem Arbeitsplatzabbau und der neuen Organisationsstruktur, gehört auch ein leistungsabhängiges Vergütungssystem für die Pfleiderer-Spitzenkräfte zum Reorganisationspaket.
Mit Hilfe der eingeleiteten Maßnahmen peilt der Vorstand bereits im laufenden Geschäftsjahr (1. Juni – 31.Mai) die Rückkehr zu alter Ertagsstärke an. Das Unternehmen, das z.Zt. 40 Werke in neun Ländern betreibt und etwa 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, prognostiziert bei einem angepeilten Umsatz von 2,8 Mrd. DM ein Vorsteuer-Ergebnis von 100 Mio. DM.