GfK
Konsumklima steigt leicht
Die Konjunkturerwartung der Verbraucher erholt sich wieder. Nachdem der Indikator im Vormonat eine kleine Verschnaufpause eingelegt hat, gewinnt er im Mai an Boden und klettert um drei Punkte auf 38,3
Die Konjunkturerwartung der Verbraucher erholt sich wieder. Nachdem der Indikator im Vormonat eine kleine Verschnaufpause eingelegt hat, gewinnt er im Mai an Boden und klettert um drei Punkte auf 38,3 Zähler. Das ist das Ergebnis der aktuellen GfK-Konsumklimastudie.
Offenbar sehen die Konsumenten momentan bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland in erster Linie die überaus robust verlaufende Binnennachfrage, insbesondere die privaten Konsumausgaben. Das anhaltend zähe Ringen zwischen Griechenland und der EU, ob weitere finanzielle Hilfen ausgezahlt werden, scheint die Verbraucher nach wie vor nicht nachhaltig zu beeinflussen.
Im Gegensatz zur Konjunkturerwartung muss die Einkommenserwartung im Mai leichte Verluste hinnehmen. Der Indikator büßt 3,1 Punkte ein und steht nun bei 52,0. Den Höchstwert seit der Wiedervereinigung aus dem Vormonat kann der Indikator somit nicht ganz behaupten. Das Niveau ist aber weiterhin sehr gut. Möglicherweise sind die zuletzt wieder etwas angestiegenen Inflationserwartungen der Verbraucher ein Grund für ihren leicht nachlassenden Einkommensoptimismus.
Die Anschaffungsneigung kompensiert im Mai ihre Verluste aus dem Vormonat nahezu vollständig. Der Wert legt um 4,3 auf 62,6 Zähler zu. Er bleibt damit knapp unter seinem historischen Höchststand von 64,4 Punkten im Oktober 2006. Der Trend zeigt weiterhin nach oben.
Für Juni 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,1 Zählern im Mai. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2001. Damals stand er bei 11,0. Damit setzt das Konsumklima in Deutschland seinen moderaten Aufwärtstrend fort.

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