GfK
Konsumklima leicht gedämpft
Die deutschen Konsumenten sind weiterhin verunsichert. Vor allem die europäische Schuldenkrise führt im Dezember – laut GfK – zu einem leichten Rückgang der Konjunkturaussichten. Der Indikator verliert aktuell 3,3 Zähler
Die deutschen Konsumenten sind weiterhin verunsichert. Vor allem die europäische Schuldenkrise führt im Dezember – laut GfK – zu einem leichten Rückgang der Konjunkturaussichten. Der Indikator verliert aktuell 3,3 Zähler und weist -17,9 Punkte auf. Zum Ende des Jahres liegt die Konjunkturstimmung damit 17 Punkte unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Auch bei der Anschaffungsneigung hinterlässt die konjunkturelle Abkühlung ihre Spuren. So muss der Indikator zum zweiten Mal in folge Einbußen hinnehmen. Das Minus von 9,3 Prozent im Dezember sei dabei deutlich höher als der Rückgang vom Vormonat (-4,5).
Demgegenüber steigen zum Jahresende die Einkommenserwartungen leicht an, nachdem diese in den Vormonaten starke Verluste verzeichneten. Mit einem Zuwachs von 3,4 Zählern können jedoch die Einbußen aus dem November in Höhe von gut 12 Punkten nur zum Teil kompensiert werden. Der Gesamtindikator, der das Konsumklima anzeigt, prognostiziert für den Januar 2013 einen Wert von 5,6 Punkten nach revidierten 5,8 Zählern im Dezember. Damit habe sich der Aufwärtstrend vorerst in eine leichte Abwärtsbewegung verwandelt. Trotz der moderaten Verluste bleibt das Niveau des Konsumklima-Indikators aber weiter zufriedenstellend. Die Experten argumentieren: "Eine stabile Konsumentwicklung ist neben den Exporten eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Dieses gerade angesichts des derzeitigen konjunkturellen Gegenwindes, unter der vor allem die Investitionsneigung der Unternehmen leidet. Eine anhaltend gute Nachfrage der Verbraucher nach Gütern und Dienstleistungen schafft zudem die Voraussetzungen dafür, dass Deutschland nicht in eine Rezession abgleitet.? Aber: "Hierzu ist neben einem stabilen Arbeitsmarkt wichtig, dass die europäische Schuldenkrise einer nachhaltigen Lösung zugeführt wird, um die Verunsicherung der Konsumenten zu verringern. Sollte dies nicht gelingen, steht auch dem Konsum ein sehr schwieriges Jahr bevor."

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