GfK

Konsumklima erhält einen leichten Dämpfer

Zum fünften Mal in Folge zeigt sich das Konsumklima in Deutschland leicht rückläufig. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mitteilte, prognostiziert der Gesamtindikator nach revidiert 3,3 Punkten im

Zum fünften Mal in Folge zeigt sich das Konsumklima in Deutschland leicht rückläufig. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mitteilte, prognostiziert der Gesamtindikator nach revidiert 3,3 Punkten im Februar für den kommenden Monat einen Wert von 3,2 Zählern. Als Grund für die Eintrübung nennen die Experten insbesondere die Angst der Bundesbürger vor Arbeitslosigkeit. Die Verbraucher gehen davon aus, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten schwieriger werde. Daneben seien sie durch die öffentliche Diskussion um die schlechte Haushaltslage Griechenlands und anderer EU-Länder verunsichert und befürchten, dass sich diese präkeren Situationen auch auf die deutsche Wirtschaft auswirkt.
Vor diesem Hintergrund büßt die Konjunkturerwartung der Verbraucher im Februar 7,1 Punkte ein und erreicht damit einen Wert von 5,6 Punkten. Dennoch liegt er weit über dem Vorjahreswert von Minus 27,9 Punkten.
Die Einkommenserwartung stagniert mit einem Rückgang von 0,5 Punkten. Als Ursachen nennt die GfK zum einen eine Aufwärtsbewegung bei der Preisentwicklung und zum anderen die gedämpften Konjunkturerwarten. "Denn bei einer schwächeren Erholung der Wirtschaft würde auch der Arbeitsmarkt stärker in Mitleidenschaft gezogen", erklärten die Experten.
Die Anschaffungsneigung zeigte sich deshalb ebenfalls mit leichten Einbußen von 1,2 Punkten. Rabattaktionen des Handels und die geringe Inflation würden keine Kaufimpulse hervorrufen. Stattdessen schnallten die Verbraucher die Gürtel aufgrund der Konjunkturaussichten wieder etwas enger, hieß es. Nichtsdestotrotz zeigt sich die Anschaffungsneigung mit 24,2 Punkten aber immer noch wesentlich höher als im Febraur 2009 (+9,6 Punkte).