GFK
Konsumklima bleibt stabil
Die positive Stimmung der Verbraucher in Europa setzt sich auch im zweiten Quartal fort: Insgesamt schloss das Konsumklima Ende Juni bei 19,1 Punkten und bleibt damit auf einem hohen Niveau.
Die positive Stimmung der Verbraucher in Europa setzt sich auch im zweiten Quartal fort: Insgesamt schloss das Konsumklima Ende Juni bei 19,1 Punkten und bleibt damit auf einem hohen Niveau. Die Ergebnisse in den europäischen Ländern zeigen laut GFK insgesamt ein gemischtes Bild. Während Deutschland und Frankreich Höchststände verzeichneten, kühlte sich die Verbraucherlaune in einigen osteuropäischen Staaten wie Polen und Tschechien etwas ab. Slowenien zeigt als einziges Land einen positiven Trend. Bis Ende Juni ging der Zähler auf 24,8 Punkte.
In Deutschland stieg die Konjunkturerwartung auf den höchsten Stand der letzten drei Jahre. Der Indikator erreiche Ende des ersten Halbjahres 41,3 Punkte. Von möglichen Risiken wie der Handelsbeschränkungen der US-Regierung und die beginnenden Brexit-Verhandlungen lassen sich die Deutschen nicht abschrecken. Die guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt verstärken zudem auch die Einkommenserwartung im Juni. Mit einem Anstieg von 16,8 Zählern kletterte der Indikator auf 60,2 Punkte – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.
In Frankreich sorgt die „Macron-Euphorie“ für den Anstieg aller Indikatoren. Mit 49,1 Zählern verzeichnet auch Frankreich den besten Wert seit über 30 Jahren. Die Franzosen trauen ihrem neuen Präsidenten zu, für eine deutliche Erholung der heimischen Wirtschaft zu sorgen.
In Großbritannien setzt sich die Talfahrt der Konjunkturerwartung der Verbraucher weiter fort. Die Briten sind verunsichert in Bezug auf den bevorstehenden Brexit. Auf -20,7 Punkte sank dort der Indikator. Ein noch größerer Verlust steht bei der Einkommenserwartung zu Buche. Sie sank um 21,2 Zähler.
Die Konjunkturerwartung der griechischen Verbraucher verblieb auch im zweiten Quartal auf einem äußerst schwachen Niveau. Der entsprechende Indikator erholte sich jedoch im Vergleich zum Vorquartal um 7,8 Zähler – gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres waren es 1,6 Zähler mehr. Nur die Italiener sind derzeit pessimistischer in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung in ihrem Land.

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