VME-Bilanz
“Konsolidierungsprozess im mittelständischen Handel noch nicht abgeschlossen”
Schloss das Geschäftsjahr 2003 mit einem ZR-Umsatz in Höhe von 1,095 Mrd. Euro ab: VME. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Den Rückgang führt VME-Geschäftsführer Günther Böhme darauf
Schloss das Geschäftsjahr 2003 mit einem ZR-Umsatz in Höhe von 1,095 Mrd. Euro ab: VME. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Den Rückgang führt VME-Geschäftsführer Günther Böhme darauf zurück, dass eine Gruppe von Küchenspezialisten den Verband zum Jahreswechsel 2002/2003 verlassen habe. Damit ist die ehemalige AKKM-Gruppe gemeint, die sich mit ihren 54 Mio. Euro Umsatz Anfang des letzten Jahres auf eigene Verbandsfüße stellte. Diesen Abgang konnte VME mit neuen Mitgliedern nur teilweise kompensieren: 8 Neuzugänge erbrachten ein Umsatzvolumen von 28 Mio. Euro. Gleichzeitig sind 13 Unternehmen beim VME ausgeschieden – sechs wegen Geschäftsaufgaben, drei wegen Insolvenz, drei Unternehmen haben den Verband gewechselt und ein Betrieb wurde veräußert. Bereinigt um Zu- und Abgänge entsprach das Einkaufsvolumen der ca. 180 VME-Gesellschafter ungefähr dem Vorjahreswert. Was Günther Böhme optimistisch für 2004 stimmt, denn im Vorjahr verzeichnete das reine Möbelgeschäft noch ein Minus von 7,9 Prozent und nur durch die erstmals aufgenommenen Fachsortimente in dieVerbandsregie war es VME gelungen, den Umsatz fast konstant zu halten. Der Anteil an Wohnaccessoires ist im übrigen weiter gewachsen und macht inzwischen 8,1 Prozent am Gesamtresultat aus. Die stärkste Warengruppe sind weiterhin Küchen mit 24,2 Prozent, gefolgt von Polstermöbeln (22,7 Prozent) und Schlafraummöbeln (17,6 Prozent).
"Trotz der im Geschäftsjahr 2003 bereits eingetretenen Verbesserung und der auch für 2004 sich abzeichnenden weiteren Belebung, ist der Konsolidierungsprozess im mittelständischen Handel noch icht abgeschlossen", schätzt Günther Böhme die Situation auf Handelsseite ein. "Auch in diesem Jahr wird es im Mittelstand aus unterschiedlichen Gründen zu weiteren Geschäftsaufgaben kommen, allerdings ebbt die Welle langsam ab." Sorge bereitet der VME-Geschäftsführung dabei der unverändert anhaltende Expansionsdrang von Großfilialisten. "Der Markt marschiert stramm auf eine oligopolistische Verfassung zu." Die mittelständischen Kooperationen hätten in den Jahren der Krise erheblich an Bedeutung verloren. Die Konsequenz für VME: Der Verband wird sich verstärkt für Neuaufnahmen öffnen. Für 2004 konnte VME bereits sechs Unternehmen gewinnen.

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