Die aktuelle Konjunkturumfrage zeigt, dass viele Verbundgruppen für 2021 eher negativ gestimmt sind.

Mittelstandsverbund ZGV

Konjunkturumfrage zeigt wenig Optimismus für 2021

Für 2021 sind viele Verbundgruppen wenig optimistisch gestimmt. 42,9 Prozent rechnen mit rückläufigen Umsätzen, nur noch 18,6 Prozent erwarten steigende. Zudem bieten die   aktuellen Corona-Wirtschaftshilfen für viele Mittelständler keine ausreichende finanzielle Unterstützung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Mittelstandsverbundes ZGV unter seinen Mitgliedern. Beteiligt haben sich 70 Verbundgruppenzentralen aus 17 Branchen.

Wirft man einen Blick auf die Umsatzentwicklung der Verbundgruppen lässt sich erkennen, dass sich diese im vierten Quartal 2020 leicht stabilisierte. Nur noch 34,3 Prozent berichteten von rückläufigen Umsätzen (Vorquartal 52,2 Prozent), während ganze 50 Prozent steigende Umsätze verzeichnen konnten (in Q3/2020 waren es 18,8 Prozent).
Als gleichbleibend beurteilten nur noch 15,7% ihre Umsatzentwicklung. 

In Bezug auf die Umsatzentwicklung der Anschlusshäuser zeigt sich in Q4/2020 im Vergleich zum letzten Quartal ein relativ stabiles Bild. Mit 35,7 Prozent geben zwar knapp 4 Prozent mehr an, dass sich die Umsätze rückläufig entwickeln, mit 44,3 Prozent der befragten Mittelständler konnten aber im Vergleich zum letzten Quartal zwei Prozent mehr auch ein Umsatzwachstum bei den Anschlusshäusern verzeichnen. 20,3 Prozent (ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal) berichten außerdem von gleichbleibenden Umsätzen.

Demgegenüber stellt sich die Ertragslage im Mittelstand im vierten Quartal weniger rückläufig dar. Im Vergleich zum dritten Quartal (43,5 Prozent) geben in der aktuellen Umfrage nur noch 28,6 Prozent eine rückläufige Ertragslage an. Eine steigende Ertragslage konnten im vierten Quartal immerhin 41,4 Prozent verzeichnen. Aber auch in Bezug auf den Ertrag rechnen viele Mittelständler wieder mit einer Verschlechterung. 41,4 Prozent der Mittelständler gehen für 2021 von rückläufigen Erträgen aus, nur 14,3 Prozent rechnen hingegen mit steigenden Erträgen. Eine Stagnation der Erträge erwarten 37,1 Prozent.

Zum Thema Investitionen gaben immerhin 30 Prozent der Unternehmen an, dass sie 2021 mehr Geld ausgeben wollen, während 52,9 Prozent planen, ihre Investitionen auf gleichbleibendem Niveau zu halten. Eine Steigerung der Beschäftigtenzahl in ihrem Unternehmen erwarten 25,7 Prozent. Auch in den Anschlusshäusern bleibt das Beschäftigungsniveau weitestgehend stabil. 

Im vierten Quartal fokussierte sich die Konjunkturumfrage auf die Beurteilung der gegenwärtigen Wirtschaftshilfen unter Einbezug der wirtschaftlichen Situation innerhalb der Verbundgruppen. Dabei zeigte sich: Eine Vielzahl der Mittelständler bewertet die Corona-Wirtschaftshilfen als wenig hilfreiche finanzielle Unterstützung. 25,7 Prozent der Unternehmen geben an, dass diese überhaupt nicht ausreichend seien, für 22,9 Prozent sind diese eher nicht ausreichend. Somit fühlen sich insgesamt gut 47 Prozent der Mittelständler durch die finanziellen Hilfen nicht ausreichend unterstützt. Nur für 2,9 Prozent der Befragten sind die Wirtschaftshilfen voll und ganz ausreichend.

Auf die Frage, ob sich die finanzielle Situation durch die verzögerte Auszahlung verschlechtere, antworteten hingegen nur 15,7 Prozent mit „Ja“ oder „eher Ja“. Für 21,4 Prozent hat dies hingegen eher keinen Einfluss. Als sinnvollste Maßnahme zur finanziellen Unterstützung von Verbundgruppenzentralen und Anschlusshäusern bewertet der Mittelstand aktuell Zuschüsse basierend auf entgangenen Erträgen, wie es auch Der Mittelstandsverbund ZGV schon vor einiger Zeit forderte. Im Rahmen unserer Konjunkturumfrage sprachen sich 20 Prozent für diese Maßnahme aus. Des Weiteren halten 17,1 Prozent Zuschüsse auf Basis betrieblicher Fixkosten und 15,7 Prozent strukturelle steuerliche Entlastungen für sinnvoll.

Als größte mittelfristige Herausforderungen für ihre Anschlusshäuser (bis zu drei Angaben möglich) sehen 24,3 Prozent vor allem den Fachkräftemangel sowie mit 22,7 Prozent die Anpassung des Geschäftsmodells. 

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