Preben Bager: Ceo Nobia

Nobia

Komplette Neustrukturierung in vier Jahren

Kaum sind die jüngsten Bilanzzahlen offengelegt, verkündet Nobias Präsident und CEO Preben Bager heute umwälzende Restrukturierungspläne für den Konzern. Betroffen ist die gesamte Wertschöpfungskette: Beschaffungswesen, Sortiment, Fertigung und Logistik. Wobei im wesentlichen alles straffer und damit effizienter gestaltet werden soll.

Grundsätzlich werden vor allem die Produktplattformen (Korpusse und Fronten) europaweit vereinheitlicht. Um entsprechende Synergien zu nutzen, werden im gleichen Zuge Beschaffung, Logistik und Produktion konzentriert und durch eine Zentraleinheit gesteuert. Neu im Aufbau ist dann auch eine zentrale Marken- und Produktentwicklung. Am Ende soll sich die Zahl der Artikel im Portfolio mehr als halbieren. Was außerdem bedeutet, dass sich auch die derzeit 16 Werke und die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern erheblich reduzieren. Genaue Zahlen dazu wurden nicht genannt. Schon in den letzten Jahren war der Restrukturierungssprozess durch Werksschließungen in Skandinavien und Bildung von Synergien (s. Pronorm/Ewe) eingeleitet worden. Einzige Ausnahme bildet in dem Konzept die deutsche Nobia-Tochter Poggenpohl, die auch weiterhin ihre Eigenständigkeit in allen operativen Einheiten - ob Produktion, Finanzen, Einkauf oder Produktentwicklung - behält.

Im Beschaffungswesen werde der Konzern verstärkt auf Low-Cost-Länder zurückgreifen, erklärt Bager weiter. Der Anteil soll von derzeit 1,5 auf 12 Prozent in 2012 steigen. Administrativ ist eine Zweiteilung der Führungsebenen vorgesehen: Neben dem vierköpfigen Vorstand werden 15 weitere Führungskräfte das zentrale Management ergänzen.

Der Start für die konzernweiten Maßnahmen wurde mit dem kommenden April terminiert, doch werde sich der gesamte Restrukturierungsprozess bis 2014 hinziehen.

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