Franke/Artemis

Kitchen Systems wieder im Plus

Der konsolidierte Gesamtumsatz der Artemis Group erreichte im Jahr 2019 netto 3,2 Mrd. CHF (ca. 3,02 Mrd. Euro) und lag damit um 6,8 Prozent über dem Vorjahr. Akquisitionen/Desinvestitionen führten sogar zu einer Umsatzsteigerung von 10,4 Prozent. Neben dem hohen Wachstum von Artemis Real Estate Group (organisch +8 %) und den Umsatzrückgängen bei der Feintool Group sowie Blefa Beverage Systems fiel dabei insbesondere die Franke Group positiv auf. Hier kletterte der Umsatz um 14,5 Prozent auf 2,42 Mrd. CHF bzw. 2,28 Mrd. Euro (organisch +3,7%). Und dies bei höherer Profitabilität, das EBIT verdoppelte sich auf 133,8 Mio. CHF.

Alle fünf Divisionen der Franke Group konnten organisch wachsen. Das stärkste organische Wachstum verzeichneten die Divisionen Faber Hoods & Cooking Systems (Faber) mit 11,5 Prozent und Franke Coffee Systems mit 8,6 Prozent. Zum Erfolg beim Abzugshauben-Hersteller Faber haben insbesondere die Zuwächse mit wichtigen OEM-Kunden, die aus Italien und der Türkei beliefert wurden, sowie die sehr guten Umsätze in Indien beigetragen. Bei Franke Coffee Systems zeigten sich die Marktregionen Japan, China und Nordamerika dynamisch. Hervorgehoben wird die erfreuliche Entwicklung von Franke Kitchen Systems (Spülen und Armaturen), die nach einem Rückgang von 2 Prozent im Jahr zuvor wieder organisch um 1,5 Prozent gewachsen sind. Auch hier habe sich die Profitabilität stark verbessert, was maßgeblich durch deutliche Effizienzgewinne in der neuen Kunststoffspülen-Produktion sowie durch die konsequente Umsetzung des im Berichtsjahr lancierten Turnaround-Programms ausgelöst wurde.

Im ersten Quartal 2020 konnte der konsolidierte Nettoumsatz der Franke Group nochmals auf 567,7 Mio. CHF gesteigert werden, was einer Steigerung von 4,6 Prozent entspricht. Das organische Wachstum betrug sogar 10,2 Prozent. Infolge der Corona-Krise sehen sich die verschiedenen Geschäftsaktivitäten der Artemis Group derzeit mit Unterbrechungen in der Produktion aufgrund von Engpässen bei den Zulieferteilen, Frachtkapazitäten und Auftragsrückgängen konfrontiert. Kostensenkungsmaßnahmen, wie unter anderem Kurzarbeit, sollen dem entgegenwirken. Durch die solide Bilanz mit einer hohen Eigenkapitalquote und geringen Nettoverschuldung sieht sich die Gruppe auch für die Krise gewappnet.

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