Atlas

Kika/Leiner wieder an Bord

Wieder vereint: "Die österreichische Möbelhandskette Kika/Leiner und Atlas haben sich in den Grundzügen auf eine künftige Einkaufszusammenarbeit geeinigt", heißt es in einer Pressemitteilung aus der Verbandszentrale. Mit dem Neuzugang aus Österreich zählt die Verbundgruppe aus Mülheim an der Ruhr künftig 10 Mitglieder - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden. Der Atlas- Umsatz, der zuletzt bei geschätzten zwei Mrd. Euro lag, erhöht sich damit um 1,25 Mrd. Euro (Umsatz Kika/Leiner 2011/2012). Im Fokus der zukünftigen Zusammenarbeit liege vor allem die Schaffung innovativer Organisationsstrukturen, um die Synergien der Kooperation optimal zu nutzen, so Atlas-Geschäftsführer Klaus-Peter Rohlfing.

Etwas überraschend kommt die Nachricht durchaus. Schließlich hatte sich Altas Kika/Leiner im Januar 2002 nach zweijähriger Verbandszugehörgkeit getrennt. Grund: Die österreichische Nummer 1 hatte seinen "Partnern" in der Industrie mitgeteilt, "Sie mit 2 Prozent des Einkaufsumsatzes des Jahres 2001 zu belasten und diesen Betrag mittels Belastungsnote mit einer Ihrer offenen Forderung zu saldieren." Kika/Leiner betrachtete dieses Vorgehen nach damaligen Angaben von Atlas-Geschäftsführer Klaus-Peter Rohlfing "als den partnerschaftlichen Anteil der Industrie für die Aufwendungen der Währungsumstellung." Doch dieses Vorgehen war selbst den übrigen Atlas-Mitgliedern zu viel. Doch das ist lange her. Nun scheinen die Wogen wieder geglättet zu sein, und alles steht auf Neustart.

Kika/Leiner, der neben Österreich in sechs Ländern Zentraleuropas vertreten ist, verspricht sich von dem Neuzugang sicherlich, den Wachstumskurs weiterfortzuführen. Im Sommer-Interview mit der "möbel kultur" hatte Geschäftsführer Paul Koch noch gesagt: "Unser Ziel ist es, durch Expansion eine Flächenverdichtung zu erreichen. Der Erfolgskurs des Unternehmens steuert aber auch ein ganz klares Ziel an: Die Nummer 1 am in- und ausländischen Markt zu sein." Geplant seien derzeit nur Eröffnungen in Ländern, in denen Kika bereits vertreten ist. "Deutschland ist daher für uns keine Option."

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