Kika/Leiner
Erste Zahlungs-Quote für die Gläubiger
Im Konkurs der österreichischen Leiner & kika Möbelhandels GmbH steht über ein Jahr nach Insolvenzeröffnung eine erste Zahlung an die Gläubiger bevor, berichtet Stephan Mazal von Creditreform. Im Rahmen einer Zwischenverteilung soll eine Quote von 10 Prozent an die Gläubiger ausbezahlt werden.
Der ehemalige Möbelriese Kika/Leiner musste Mitte November 2024 zum zweiten Mal Insolvenz anmelden. Gelang nach dem ersten Gang zum Insolvenzgericht 2023 noch ein Sanierungsplan, war letztes Jahr nach kurzer Fortführung bald absehbar, dass eine nochmalige Sanierung aussichtlos ist. Abverkauf, Filialschließungen, Personalabbau und die endgültige Schließung waren die Folge. 23 von 40 Filialen wurden bereits im Zuge der ersten Sanierung geschlossen, für die verbliebenen 17 Filialen kam Ende Januar 2025 das endgültige Aus. 1.350 Mitarbeiter verloren ihren Job.
Das Konkursverfahren wird noch einige Jahre dauern, da noch offene Ansprüche, insbesondere Kundenforderungen betrieben werden.
Wechselvolle Geschichte
Kika/Leiner hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, insbesondere in den 2000er Jahren: Das Möbelhaus Leiner & kika Möbelhandels GmbH (seit Oktober 2023 auch als Kika/Leiner bekannt) war ein Handelsunternehmen mit Sitz in St. Pölten (Niederösterreich). Es war von 2018 bis 2023 im Besitz der Signa Holding des Unternehmers René Benko. Die Holding hatte Kika/Leiner von der Steinhoff-Gruppe übernommen und damit nach eigenen Angaben „eine Insolvenz von Kika/Leiner und den Verlust tausender Arbeitsplätze verhindert“. Am 31. Mai 2023 übernahm die Supernova-Gruppe des deutschen Immobilienunternehmers Frank Philipp Albert den Unternehmensrumpf. Im Juni 2023 übernahm Hermann Wieser, ehemaliger Geschäftsführer von XXXLutz, das operative Geschäft und meldete nach wenigen Tagen Insolvenz an. 23 von 40 Standorten wurden per Ende Juli 2023 geschlossen, rund 1.700 von 3.900 Mitarbeitern wurden gekündigt, 200 weitere hatten das Unternehmen verlassen.

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