Blanco

Keramik-Spülen nur noch per MBO

Mit Edelstahl und Silgranit ist Blanco groß geworden, dazu hat Keramik das Portfolio ergänzt. Nach etwa sieben Jahren und großen Anlaufschwierigkeiten der neuen Brennanlage in Istanbul verabschiedete sich das Spülen-Unternehmen jetzt von der türkischen Produktion. Per MBO (Mangement-buy-out) übernahm der langjährige Interims-Manager Tufan Uçar das Keramik-Werk und führt es seit 26. November unter dem Namen Nuevo Seramik A.Ş. fort. Doch Keramikspülen bleiben auch bei Blanco im Sortiment, denn mit dem MBO wurde parallel eine langfristige Liefervereinbarung mit der neuen Gesellschaft geschlossen. 

Spülen aus Keramik sind in vielen Märkten ein relativ kleines Segment. Gleichzeitig ist die Fertigung sehr komplex. Für Spülen aus Edelstahl, weltweit nach wie vor das beliebteste Material, ist dagegen Blanco der größte deutsche Hersteller und bei Silgranit-Spülen gilt das Unternehmen aus Oberderdingen als Weltmarktführer.

Andreas Ostermann von Roth, Chief Operations Officer (COO) von Blanco, sieht in der Vereinbarung jedoch viele Gewinner: „Die künftige Eigenständigkeit des Werks setzt bei Blanco interne Ressourcen frei, die es uns ermöglichen, unsere Positionierung als führender Systemanbieter eines integrierten, nahtlosen Wasserplatzes erfolgreich weiter zu entwickeln. Die Fortführung des Werks unter der bisherigen Leitung gibt den Mitarbeitern in Istanbul eine klare Perspektive. Gleichzeitig gewährleistet der MBO einen nahtlosen Übergang für unsere Kunden. Mit Herrn Uçar als Partner und dem eingespielten ganzen Team sichern wir die Versorgung unserer Kunden mit Keramikbecken in der gewohnten hochwertigen Blanco-Qualität.“

Der Fokus von Blanco richtet sich nun, wie angekündigt, auf nahtlos integrierte Lösungen für den Wasserplatz in der Küche, die nicht nur das Vorbereiten und Reinigen betreffen, sondern auch mit den 2020 eingeführten "Unit drink.systems" innovative Impulse setzen.

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