Miele

Keine Gefahr durch Einfuhr-Zölle in den USA

Die amerikanische Regierung erhebt seit dieser Woche Schutzzölle auf Waschmaschinen, die in die Vereinigten Staaten importiert werden. Der Schritt richtet sich vor allem gegen asiatische Geräte. Sind zukünftig auch andere

Die amerikanische Regierung erhebt seit dieser Woche Schutzzölle auf Waschmaschinen, die in die Vereinigten Staaten importiert werden. Der Schritt richtet sich vor allem gegen asiatische Geräte. Sind zukünftig auch andere Wettbewerber aus Europa von einem beginnenden Protektionismus gegen Hausgeräte-Importe betroffen? Moebelkultur.de wollte wissen, wie beispielsweise Miele die Entwicklungen in den USA einschätzt.

„Nach Prüfung der Unterlagen gehen wir derzeit davon aus, dass unsere Waschmaschinen von den angekündigten US-Zöllen nicht betroffen sind“, heißt es aus dem Unternehmen. Miele begründet diese Aussage damit, dass die in dem Beschluss der US-Regierung festgesetzten Mindestabmessungen das typische, europäische Waschmaschinen-Format nicht erfassen würden. Wäre dies anders und käme es tatsächlich zu einem Aufschlag um 20 Prozent, würde dies den Absatz der Miele-Waschmaschinen in den USA deutlich erschweren – größere Verwerfungen seien aber nicht zu erwarten.

Zudem verkaufe Miele in den Vereinigten Staaten in erster Linie Kücheneinbaugeräte und Staubsauger, während die Waschmaschinen wegen der dort bevorzugten Größe und Bauart weniger beliebt seien. Samsung und LG bieten in den USA vor allem ihre XXXL-Waschmaschinen zu Niedrigpreisen an.

Als global aufgestelltes Unternehmen mit einem Exportanteil von 70 Prozent befürwortet Miele nach eigener Aussage den freien Welthandel und stellt sich gegen Protektionismus. Wo prohibitive Zollpolitik ihre Geräte verteuere, sei es für Miele umso wichtiger, die Kunden mit erstklassiger Qualität zu begeistern.