GfK

Keine Aufbruchstimmung trotz möglicher Neuwahl

Von einer Trendwende bei der Verbraucherstimmung ist noch nichts zu spüren. Das teilt die GfK in ihre heute veröffentlichten Konsumklima-Studie mit. Für die weitere Verschlechterung des Konsumklimas im Sommer seien

Von einer Trendwende bei der Verbraucherstimmung ist noch nichts zu spüren. Das teilt die GfK in ihre heute veröffentlichten Konsumklima-Studie mit. Für die weitere Verschlechterung des Konsumklimas im Sommer seien die tendenziell pessimistische Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung verantwortlich. Die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung und der persönlichen finanziellen Zukunft hätten sich gegenüber dem Vormonat nur ganz leicht gebessert. Die Neigung zu größeren Anschaffungen sei sogar erneut gesunken. Drohende Arbeitslosigkeit – jeder dritte Erwerbstätige in West- und jeder zweite in Ostdeutschland sieht seinen Arbeitsplatz bedroht – sowie die mit der möglichen Neuwahl verbundene Unsicherheit verhinderten, dass die Verbraucher ihre Zurückhaltung aufgeben. Entsprechend falle das Konsumklima weiter – wie schon in den beiden Monaten zuvor. Die Bundesbürger könnten sich laut der GfK-Studie nach wie vor kein klares Bild darüber verschaffen, mit welchem Maß an Planungssicherheit sowie finanzieller Be- oder Entlastung sie rechnen können. Damit unterscheiden sich die Erwartungen erstmals wieder deutlich von denen der Finanzanalysten und der Unternehmen, die – anders als die Bürger derzeit – einen positiven Streifen am Horizont sehen.
Die Binnennachfrage werde laut Einschätzung der GfK in diesem Jahr vermutlich keinen wesentlichen Beitrag zur konjunkturellen Entwicklung liefern. Schwache Einkommensaussichten, hohe Arbeitslosigkeit sowie Belastungen durch den hohen Ölpreis stünden einer Ausweitung des Konsums entgegen.