Jaka-BKL

Kein Verständnis für Erschwerniszulage

Wie alle Unternehmen der Möbelindustrie kämpft auch Jaka BKL mit so manchen Herausforderungen der Corona-Krise. Der Firmenalltag hört sich aktuell wie folgt an, müsse aber täglich an die veränderte Situation angepasst werden: Die Jaka-BKL mit ihren Marken Marlin, Optifit und Jasani produziert bis auf Weiteres weiter – selbstverständlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Regelungen. Arbeitseinschränkungen sollen so gering wie möglich gehalten werden. Bestellte Ware, die nicht abgenommen werden kann, wird derzeit eingelagert, um sie nach der Krise kurzfristig ausliefern zu können. Darüber hinaus nutzt der ostwestfälische Hersteller von Küchen- und Badmöbeln diese Phase, um interne Prozesse zu optimieren und sein Liefer- und Serviceangebot zukünftig noch leistungsfähiger gestalten zu können. Auch neue Produktentwicklungen werden intensiv vorangetrieben, damit sie für die Messen M.O.W. und SHK im Herbst – sofern die Termine bestehen bleiben - zur Verfügung stehen, heißt es aus Stemwede-Wehdem.

„Wir sind uneingeschränkt für unsere Kunden erreichbar und halten die Lieferketten aufrecht. Die Baumärkte und Sanitärfachbetriebe sind ja nach wie vor geöffnet und der Internethandel ist aktiv. In den Möbelhäusern werden – trotz vorrübergehender Schließung (Anm. der Redaktion: Inzwischen konnten die Einrichtungshäuser in einigen Bundesländern wieder öffnen) - derzeit noch bestehende Aufträge abgewickelt. Wir hoffen, dass dieses Volumen insgesamt ausreichen wird, um unseren Betrieb auch weiterhin aufrechtzuerhalten. Wir sind äußerst flexibel, um möglichst allen Kundenwünschen nachzukommen“, sagt Leo Brecklinghaus, geschäftsführender Gesellschafter der Jaka-BKL.

Obwohl in diesen Tagen mehr denn je die partnerschaftliche Zusammenarbeit von allen Seiten betont wird, räumt Brecklinghaus ein, dass ihm einige Handelspartner Sorge bereiten, die sich wenig solidarisch verhalten. „Dazu gehört beispielsweise die Auflösung bestehender Haftungs- und Zahlungsvereinbarungen. Aber auch wir müssen unsere Zahlungsverpflichtungen nachkommen und haben wegen der geringeren Auslastung hohe Materialbestände, die vorfinanziert wurden. Nicht nachvollziehbar und vertretbar ist für mich die Forderung einer großen deutschen Spedition, die gleich 8,5 Prozent ,Corona Erschwerniszulage‘ verlangt. Wir setzen alles daran, gemeinsam mit unseren Lieferanten, Dienstleistern und Handelspartnern diese Krisensituation zu meistern, um in absehbarer Zeit wieder durchstarten zu können.“

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