VDM: Kein Plus 2013 erwartet

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Kein Plus 2013 erwartet

Für 2013 prognostiziert die Deutsche Möbelindustrie kein Wachstum und beendet damit die kontinuierlichen Zuwächse der letzten drei Jahre. Trotzdem sei die Lage jedoch recht stabil, gemessen an den Meldungen aus anderen Branchen, teilte Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des VDM, auf der heutigen Pressekonferenz mit.

Gerade in den asiatischen und nordamerikanischen Märkten erfreuen sich Möbel aus Deutschland, wegen ihrer hohen Qualität und der Lieferzuverlässigkeit, wachsender Beliebtheit. Die Exporte nach Fernost wuchsen bis Ende des Jahres 2012 um elf Prozent, die nach Nordamerika sogar um knapp 13 Prozent. Auch der zunehmend wichtiger werdende russische Markt, konnte mit knapp 19 Prozent deutlich zulegen.

Besonders große Sprünge in Einzelmärkten gab es bei Möbellieferungen nach Japan (+27,9 %), Mexiko (+23,7 %) und China (+11,8 %). Verdoppelt werden konnten die Ausfuhren nach Brasilien, wenn auch auf noch niedrigem Niveau.

Europa als Kernabsatzmarkt bleibt jedoch Sorgenkind. Die Ausfuhren hierhin gingen im vergangenen Jahr um drei Prozent zurück. Besondere Sorge bereitet der niederländische Markt, der unter anderem wegen der dortigen Immobilienkrise um 10,3 Prozent nachgab. Auch das größte Ausfuhrland Frankreich verzeichnete Rückgänge von 4,2 Prozent. Österreich gab um 1,6 Prozent nach, Italien um 8,7 Prozent. Die Schweiz konnte gegen den Trend um 6,3 Prozent zulegen. Nach Jahren der Abwärtsentwicklung zeigte die Entwicklung in Großbritannien mit 9,9 Prozent wieder deutlich nach oben.

2012 verkaufte die deutsche Möbelindustrie nach vorläufigen Zahlen Waren im Wert von 4,9 Mrd. Euro und damit ein Prozent mehr als 2011 direkt in ausländische Märkte.

Der Absatz in Deutschland macht mit rund 71,7 Prozent oder 12,3 Mrd. Euro den entscheidenden Anteil aus. Die Importe aus China stiegen mit elf Prozent überproportional an. Die gesamten Möbelimporte stagnierten hingegen (+0,3 %).

Insgesamt setzte die deutsche Möbelindustrie im letzten Jahr 17,2 Mrd. Euro und damit rund zwei Prozent mehr als im Jahr 2011 um. Die 532 Betriebe (ab 50 Mitarbeitern) beschäftigten insgesamt 90.400 Frauen und Männer. Im Vorjahr waren es 89.055 Beschäftigte in 523 Unternehmen.

Beim Blick in die einzelnen Segmente wird deutlich, dass die Küche "Made in Germany" weltweit weiter an Bedeutung gewinnt. Dies schlägt sich auch im Umsatzplus von 5,6 Prozent bis einschließlich Oktober 2012 nieder. Die Matratzenindustrie legt im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent zu, Wohnmöbel steigerten ihren Umsatz um 1,9 Prozent. Die Büromöbelindustrie konnte ihre Vorjahreswerte nicht ganz erreichen (-0,6 %) und Polstermöbel verzeichneten ein Minus von 4,6 Prozent.

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